Präsident Selenskyj hat wegen Korruptionsvorwürfen gleich zwei politische Figuren verloren, die für die Ukraine international eine große Rolle spielten. Olha Stefanischyna, Ex-Botschafterin in den USA, ist ebenso wenig ohne Weiteres ersetzbar wie Selenskyjs stellvertretende Bürochefin Iryna Mudra. Die Ukraine macht Fortschritte im Kampf gegen Korruption – und dies verstärkt auf eklatante Weise den Personalmangel im Kyjiwer Regierungswesen.
Presseschau ukrainischer Medien | 17. Juli bis 12. August 2026:
Der Krieg der Lagerhäuser | Blockierte Häfen: Agrarbranche unter Druck | Drapatyj: Hohe Erwartungen an den Neuen
Seitdem Russland im Oktober 2022 begonnen hat, gezielt die ukrainische Energieversor-gung zu attackieren, häufen sich jährlich im Spätsommer die Warnungen vor dem Winter. Simon Schlegel war kürzlich in Kyjiw und stellt fest: Dieses Jahr ist die Sorge besonders groß, denn die russische Armee setzt jüngst massenweise ballistische Raketen ein. Sie nutzt damit die weltweite Knappheit von Patriot-Abwehrraketen aus.
Die EU hat den vorübergehenden Schutz für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bis März 2028 verlängert. Doch es gibt eine Einschränkung: Ausgenommen sind neue Anträge von denjenigen, die ihren militärischen Verpflichtungen in der Ukraine nicht nachkommen. Betroffen sind primär Männer im wehrfähigen Alter.
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätten die Demonstrationen Erfolg gehabt und mit der Entlassung von Oberbefehlshaber Syrskyj ein wichtiges Ziel erreicht. Doch Ex-Verteidigungsminister Fedorow wird deshalb nicht wieder ins Amt kommen. Vielmehr zeigt sich, dass Emotionen die Personalpolitik von Präsident Selenskyj oft stärker prägen als eine langfristige Strategie.
Taktische Entscheidungen werden im Krieg in der Ukraine immer häufiger von Maschinen getroffen. Künstliche Intelligenz ist nach über vier Jahren Krieg zu einem alltäglichen Instrument der ukrainischen Streitkräfte geworden, aber die letzte Entscheidungsgewalt liegt bislang beim Menschen. Das unabhängige ukrainische Medium Frontliner erklärt, was von der KI in Zukunft zu erwarten ist.
Presseschau ukrainischer Medien | 17. Juni bis 16. Juli 2026:
Schon wieder ein neues Kabinett | Skandal um Missbrauch in der Armee | Wachsende Kluft zwischen Militär und Zivilbevölkerung
Dem Bundeskanzler eröffnet sich eine hervorragende Möglichkeit, sich klar hinter die Ukraine zu stellen. Er sollte gemeinsam mit anderen Staats- und Regierungschefs darauf hinarbeiten, eingefrorene russische Konten von Belgien und anderen Ländern direkt an die EU zu überführen – eine Summe von rund 210 Milliarden Euro. Putin könnte sich dann endlich zu einer Waffenruhe oder sogar zu einem Friedensabkommen bereit erklären.
Nach einem halben Jahr als Verteidigungsminister bleibt Mychajlo Fedorow einer der beliebtesten Politiker der Ukraine. Die von ihm reformierte Flugabwehr feiert Erfolge. Doch nun soll er bei der Reform der Armee schier Unmögliches leisten und gerät dabei in Konflikt mit dem Generalstab. Auch sein Verhältnis zu Präsident Selenskyj soll sich abgekühlt haben.
Nach der Synchronisierung des ukrainischen Stromnetzes mit dem europäischen Verbundnetz ENTSO‑E sind Stromimporte zu einem wichtigen Bestandteil der Energiesicherheit geworden. Sie verringern in Krisenzeiten die Stromknappheit und schaffen zusätzlichen Wettbewerbsdruck auf dem heimischen Markt. Die neue LibMod-Studie untersucht die Rolle des grenzüberschreitenden Stromhandels für die Ukraine zwischen 2022 und 2026.
Presseschau ukrainischer Medien | 20. Mai bis 16. Juni 2026:
Russlands logistischer Lockdown | Polen und Ukraine: Alte Konflikte neu entfacht | Mobilisierung: Neue Regeln für den Kriegsdienst in der Ukraine
Die Ukraine modernisiert die Kriegsführung durch neue Technologien im Verteidigungssektor, und verbessert sie permanent durch direktes Feedback von der Front. Für europäische Partner bietet die Integration dieser Innovationen die Chance, die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Die ukrainischen Streitkräfte halten die russische Invasion bisher erfolgreich auf, weil sie tiefen Rückhalt in der Gesellschaft genießen. Die Ukraine zeigt, dass Widerstand gegen eine stärkere Militärmacht dank Verflechtung von Zivilgesellschaf, Industrie, Behörden und Militär möglich ist.
Chirurgen aus den USA und Kanada operieren gemeinsam mit ihren ukrainischen Kollegen Soldaten, die im Gesicht verwundet wurden. Innerhalb von fünf Tagen werden 30 Eingriffe durchgeführt. Wie das Aussehen und die Funktionen des Gesichts wiederhergestellt werden, schildert ein Beitrag von Frontliner.
Presseschau ukrainischer Medien | 29. April bis 19. Mai 2026:
Jermak: Vom Zentrum der Macht in den Gerichtssaal | Neues Zivilgesetzbuch: Modernisierung oder Rückschritt? | Hunger an der Front
Russland versucht, die Ukraine zur Abtretung der gesamten Region Donezk zu drängen. Denn eine militärische Einnahme würde schätzungsweise bis Ende 2027 andauern und hohe Verluste für die russische Seite mit sich bringen. Für die Ukraine wäre die Aufgabe der Region Donezk fatal, wie historische Beispiele zeigen.
Der andauernde Krieg in der Ukraine hat hunderttausende Kriegsveteranen geschaffen, die zwischen Front, Trauma und Neuanfang stehen. Außergewöhnliche Initiativen für den Umgang mit den Folgen des Krieges sind entstanden – von Theaterprojekten bis zu Hightech-Rehazentren. Barbara von Ow-Freytag über ein vom Krieg gezeichnetes Land und die außergewöhnliche Energie seiner Zivilgesellschaft.
Presseschau ukrainischer Medien | 15. bis 28. April 2026:
40 Jahre Tschornobyl | Bulgarien-Wahl: Wird Radew der neue Orbán in der EU? | Verteidigungsminister seit 100 Tagen: Fedorows erste Bilanz
Ukraine’s energy system is facing unprecedented challenges due to wartime destruction and the urgent need for reconstruction. Three new policy papers from LibMod analyse how support mechanisms and regulatory reforms can attract investment, stabilise the grid, and ensure energy security.
Unter den Kriegsgefangenen, welche die Ukraine macht, erweisen sich Kombattanten aus den sogenannten Volksrepubliken oft als die aggressivsten Verteidiger der „russischen Welt“. Doch die scheint sich wenig für sie zu interessieren, bei Gefangenenaustauschen stehen sie fast nie auf den Listen. Reporter des unabhängigen ukrainischen Mediums Frontliner sprachen mit ihnen.
Presseschau ukrainischer Medien | 1. bis 14. April 2026:
Historische Wahl in Ungarn: Hoffnung für Kyjiw? +++ Angst um Infrastruktur zur Wasserversorgung +++ Mobilisierung: neue Schmerzen, alte Probleme
Nacht für Nacht greift die russische Armee ukrainische Städte im ganzen Land mit Drohnen iranischen Bautyps an. Start-ups entwickeln effiziente Lösungen zu deren Abschuss. Ein Bericht von einem geheimen Testgelände für Abfangdrohnen in der Ukraine.
Eine Analyse der militärischen Grundausbildung in der Ukraine und in sechs europäischen Ländern zeigt: In vielen NATO-Staaten spiegeln militärische Übungen noch immer Kriege der Vergangenheit wider und nicht die Realitäten moderner Kriegsführung. Durch intensiveren Austausch und gemeinsames Lernen mit dem ukrainischen Militär ließe sich die Ausbildung entscheidend verbessern.
Vor vier Jahren reagierte die internationale Öffentlichkeit schockiert, als die ukrainischen Streitkräfte bei der Rückeroberung des Kyjiwer Vororts Butscha Zeugnisse eines Massakers an der Zivilbevölkerung entdeckten. Seitdem hat die russische Armee viele weitere Kriegsverbrechen in der Ukraine begangen, doch die europäische Öffentlichkeit scheint sich an das Grauen gewöhnt zu haben.
Presseschau ukrainischer Medien | 4. bis 17. März 2026:
Gelähmtes ukrainisches Parlament +++ Orbán hetzt gegen die Ukraine +++ Zweifel an freiwilligen Frontsanitätern
Der aktuelle Krieg transformiert das Selbstverständnis und die Erinnerungskultur der Ukraine fundamental. Alte, aus der Sowjetzeit stammende Erzählungen werden nun als propagandistisch eingestuft. An ihre Stelle rücken neue Formen eines zivilgesellschaftlichen und auf das Nationale fokussierten, aber auch transnationalen Erinnerns.
Das Jahr 2025 endete nicht mit einem Friedensschluss, sondern mit noch mehr Bomben auf ukrainische Städte – und deutlich mehr zivilen Opfern als 2024. Als Friedensstifter ist Donald Trump also auf ganzer Linie gescheitert. Er hat nicht nur die Situation der Ukraine nicht verbessert, sondern Wladimir Putin zudem aus der geopolitischen Isolation herausgeholfen. Dieser Abschluss der Artikelserie analysiert die Äußerungen des US-Präsidenten im zweiten Halbjahr 2025. (3/3)
Die moderne Kriegsführung verlangt Anpassungsfähigkeit und Kooperation. Europas Sicherheit entsteht nicht durch Lagerbestände, sondern durch die gemeinsame Produktion und Skalierung ukrainischer Innovationen.
Presseschau ukrainischer Medien | 18. Februar bis 3. März 2026:
Was bedeutet der Krieg im Nahen Osten für die Ukraine? +++ Pipeline-Konflikt: eine irreparable „Freundschaft“ +++ Terroranschläge im ukrainischen Hinterland
Donald Trump gelang es nach seinem Amtsantritt nicht, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine „binnen 24 Stunden“ zu beenden. Die Schuld dafür schiebt er daraufhin bald mal Putin, mal Selenskij in die Schuhe und versucht, die Aufmerksamkeit der US-amerikanischen Öffentlichkeit auf andere Themen zu lenken. Dieser Text ist Teil einer Serie und analysiert die Äußerungen des US-Präsidenten von März bis Juni 2025. (2/3)
US-Präsident Donald Trump trat seine zweite Amtszeit mit dem Versprechen an, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine innerhalb kürzester Zeit zu beenden. Es folgten markige Worte und Ultimaten – doch statt ernsthaft zu verhandeln, verstärkte Russland seine Angriffe und die Zahl ziviler Opfer in der Ukraine stieg. Diese Artikelserie analysiert die Äußerungen des US-Präsidenten im Jahr 2025 und zeichnet das Scheitern des selbsternannten Friedensstifters nach. (1/3)
Vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion ziehen Ralf Fücks und Marieluise Beck Bilanz: Putins Kriegsziele sind unverändert, Scheinverhandlungen bieten keinen Ausweg. Europa steht vor der Entscheidung, endlich entschlossen zu handeln – für die Ukraine und die eigene Sicherheit.
Die russische Armee rückt langsam, aber stetig vor; hunderttausende Menschen verharren ohne Wasser und Wärme und die USA als strategischen Partner Nummer eins gibt es nicht mehr – vier Jahre nach dem russischen Großangriff ist die Lage der Ukraine ernster als je. Doch die Armee hält den Angriffen trotz massiver Personalprobleme stand und Präsident Selenskyj hat mit den jüngsten Umbesetzungen für innenpolitische Stabilität gesorgt.
Russland begann seinen Krieg vor zwölf, nicht vor vier Jahren. Das anzuerkennen sei unabdingbar, um die richtigen politischen Schlussfolgerungen zu ziehen, argumentiert Nataliya Pryhornytska.
Presseschau ukrainischer Medien | 4. bis 17. Februar 2026:
Stimmungswandel in München +++ Neue Chefs, neue Hoffnungen? +++ Dauernotstand im Rentensystem
Der 2014 von Russland begonnene Krieg gegen die Ukraine hat Millionen von Menschen zur Flucht innerhalb des Landes gezwungen. Mit den Binnenvertriebenen kam aber auch die Wertschätzung der kulturellen Vielfalt der Ukraine. Diese ist eine echte Bereicherung, weiß Viktoria Savchuk aus eigener beruflicher Erfahrung.
Presseschau ukrainischer Medien | 21. Januar bis 3. Februar 2026:
Kyjiws Kälteschock: Klitschko unter Druck +++ Neues Ziel Saporischschja? +++ Europas Aufrüstung nimmt Fahrt auf
Personalmangel, Korruption, Erschöpfung – ohne die Unterstützung ihrer Partner kann die Ukraine die Probleme bei der Mobilisierung im vierten Jahr des landesweiten Krieges nicht lösen. Westliche Staaten sollten nicht nur Langstreckenwaffen liefern und den ukrainischen Luftraum schützen, sie könnten auch bei der Versorgung von Verwundeten und im Kampf gegen die Korruption helfen.
Der Artikel fasst die Ergebnisse eines aktuellen SCEEUS-Berichts zusammen.
Die Ukraine benötigt das größte Wiederaufbauprogramm Europas seit dem Zweiten Weltkrieg, mit geschätztem Bedarf von 524 Milliarden US-Dollar. Ein neuer Policy Brief des Direktors des United Ukraine Think Tank, Igor Popov, skizziert strategische Prioritäten, die über Wiederaufbau hinausgehen und gegenseitigen Nutzen für Ukraine und Europa schaffen.
Wie kann der EU-Beitrittsprozess der Ukraine in einem zunehmend blockierten politischen Umfeld vorangebracht werden? Dieser Frage geht das Policy Paper „Charting Ukraine’s EU Path – Engaging with Member States“ nach. Die Studie analysiert, warum die stärkere Einbindung der EU-Mitgliedstaaten zu einer zentralen Voraussetzung für Fortschritte im Erweiterungsprozess geworden ist – und wie Kyjiw und Brüssel ihre Strategien entsprechend anpassen können.
Die marode und vom Krieg beschädigte Verkehrsinfrastruktur der Ukraine muss erneuert werden. Auch deutsche Unternehmen können eine proaktive Rolle einnehmen.
Wie kann man die ukrainische Energie-Infrastruktur trotz der anhaltenden gezielten Luftangriffe auf sie wiederherstellen? Derzeit konkurrieren zwei verschiedene Denkweisen miteinander. Die erste basiert auf Zentralisierung und politischer Lenkung und strebt eine Rekonstruktion des bisherigen Modells an, die zweite ist hingegen dezentral orientiert, auf Resilienz ausgelegt und steht für den Ausbau von Energiesystemen auf kommunaler Ebene.
Presseschau ukrainischer Medien | 7. bis 20. Januar 2026:
Kälte und Luftangriffe treffen Kyjiw hart +++ Strafverfahren gegen Julija Timoschenko +++ Neue Minister für Verteidigung und Energie
Mal kein trockenes Sachbuch, sondern ein Comic, der die grausame Gegenwart zu erklären versucht: „Eine kurze Geschichte eines langen Krieges“ verwebt gekonnt historische Exkurse mit Schilderungen des entbehrungsreichen Alltags der Menschen im Krieg. Es ist eine der ersten ukrainischen Graphic Novels auf dem deutschen Buchmarkt.
Fast vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion zieht der Historiker Jan Claas Behrends eine historisch fundierte Bilanz – und warnt vor Illusionen über schnelle Verhandlungslösungen. Er zeigt, wie imperiale Traditionen, Gewaltpolitik und die Struktur des Putin-Regimes den Krieg prägen und warum Zugeständnisse an Moskau Eskalation begünstigen.
Im Superhumans Center in Lwiw werden ukrainische Veteran:innen nicht nur mit Prothesen ausgestattet, sondern erlangen auch mithilfe von Musiktherapie ihre Handlungsmacht zurück. „Wir geben den Veteranen einen Raum, um sich auszudrücken, zur Ruhe zu kommen und Stress abzubauen.“
Die neue Studie „Mietwohnungen in der Ukraine: Aktueller Stand und Herausforderungen” des Think Tanks Centre for Society Research (Cedos) offenbart viele Schwierigkeiten im privaten Mietsektor. Was bedeutet das für künftige Wiederaufbaumaßnahmen?
Eigentlich ist es ganz einfach: Jeder Euro, der in Militärhilfe und Flugabwehrsysteme investiert wird, rettet Menschenleben und spart Millionenhilfe beim Wiederaufbau und der Reparatur zerstörter Infrastruktur. Doch um das richtige Maß an Unterstützung für die Ukraine wird gerungen. Ein Beitrag zur Debatte.
Presseschau ukrainischer Medien | 26. November bis 9. Dezember 2025:
Europa, das dösende Opfer? +++ Binnenvertriebene: Im eigenen Land auf der Flucht +++ Harte Weichenstellungen bei der Staatsbahn
Analyse des Wiederaufbaus in der Ukraine unter Kriegsbedingungen: Herausforderungen für Energie, Verkehr und Wohnungsbau sowie Chancen für eine zukunftsfähige Infrastruktur.
Presseschau ukrainischer Medien | 12. bis 25. November 2025:
US-Plan: Droht ein erzwungener ‚Frieden‘? +++ Nachbeben des Korruptionsskandals in der Präsidentenpartei +++ Südfront: Russischer Vorstoß in der Region Saporischschja
Eigentlich ist es ganz einfach: Jeder Euro, der in Militärhilfe und Flugabwehrsysteme investiert wird, rettet Menschenleben und spart Millionenhilfe beim Wiederaufbau und der Reparatur zerstörter Infrastruktur. Doch um das richtige Maß an Unterstützung für die Ukraine wird gerungen. Ein Beitrag zur Debatte.
Die Nachricht vom Tod unserer Freundin und Partnerin Maryna Worontzowa erfüllt uns mit tiefer Trauer. Die Gründerin der Hilfsinitiative „Bez Sumnivu“ stand für unerschütterlichen Mut, Wahrhaftigkeit und gelebte Solidarität – bis zuletzt. Ihr Einsatz für die Menschen in der Ukraine, selbst unter Lebensgefahr, macht sie zu einem Sinnbild echter Menschlichkeit. Wir werden Maryna nie vergessen.
Der Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg bedarf enormer Anstrengungen und Investitionen. Gefragt ist nichts weniger als ein Marshallplan für das 21. Jahrhundert, der die Besonderheiten der ukrainischen Regionen genauso berücksichtigt wie Anforderungen an Transparenz und den verantwortlichen Umgang mit Hilfsgeldern.
Auch nach einem Jahr hektischer Diplomatie, haben sich Ende 2025 die Kriegsziele Mos-kaus und Kyjiws kaum geändert. Europa – zunehmend auf sich alleine gestellt – hat we-der ein gemeinsames Kriegsziel noch eine klare Vorstellung davon, wie es zu erreichen wäre.
Presseschau ukrainischer Medien | 16. bis 28. Oktober 2025:
Russland drängt die Ukraine in die Kälte +++ Harte Zeiten für die ukrainische Armee +++ 150 Kampfjets aus Schweden: Neues Gleichgewicht am Himmel?
Vor einem Monat hat die Ukraine überraschend ihre Grenzen für Männer im Alter zwischen 18 und 22 Jahren geöffnet. Der umstrittene Schritt soll 17-Jährige, die bisher massenhaft ausgereist sind, verstärkt im Land halten. Die Staatsspitze versucht damit weiter, die Personalprobleme der Armee auf freiwilliger Basis zu lösen.
Presseschau ukrainischer Medien | 3. bis 16. September 2025:
Drohnen in Polen: Russlands Spiel mit roten Linien +++ Parlament ringt um Einfluss +++ Ausreise-Erlaubnis für Männer bis 22 Jahre
Europa braucht eine gemeinsame Verteidigungsstrategie mit der Ukraine – und sollte das Land als strategischen Partner begreifen. Eindrücke und Einschätzungen von einer LibMod-Reise mit Bundestagsmitarbeiter:innen von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen nach Kyjiw.
Presseschau ukrainischer Medien | 20. August bis 2. September 2025:
Schock über Mord an Ex-Parlamentspräsident Parubij +++ Polen distanziert sich +++ Drohnenangriffe auf die Druschba-Pipeline
Presseschau ukrainischer Medien | 5. bis 19. August 2025:
Bringt Trump den Frieden näher? +++ Frontlinie unter immer größerem Druck +++ Anarchist im Schützengraben: Der Tod von David Chichkan
Für die ukrainischen Sanitätstruppen ist der russische Angriffskrieg eine riesige Herausforderung: Dauerbeschuss, systematische Angriffe auf Sanitätspersonal sowie länger werdende Rettungsketten zwingen ihre Soldatinnen und Soldaten zu Improvisation und Reformen. Die Sanitätsdienste westlicher Armeen können viel von ihnen lernen, schreibt Kilian von Sommerfeld.
Der russisch-ukrainische Krieg ist nur ein destruktiver Trend in der internationalen Staatenordnung. Doch wird sein Ausgang mitbestimmen, in welche Richtung sich die Welt entwickelt.
Trotz wachsender Gefahr durch heranrückende russische Truppen harren viele Menschen im Gebiet Sumy aus, vor allem Ältere und Familien mit Kindern. Warum tun sie das? Wie halten Kliniken und Kinderkrankenhäuser den Betrieb unter Beschuss aufrecht? Und was droht, wenn die Front noch näher rückt?
Russland hält ein Fünftel der Ukraine besetzt – und hat dort das Bildungswesen komplett umgebaut, um Kinder zu indoktrinieren und zu militärischem Gehorsam gegenüber der Besatzungsmacht zu erziehen. Wenn Eltern sich wehren, drohen Repressalien. Manchen Jugendlichen scheint es deshalb als einziger Ausweg, ihre Heimat zu verlassen.
Russische Luftangriffe auf Infrastruktur in der Ukraine nehmen immer weiter zu. Die Sky Shield Initiative schlägt eine realistische Lösung vor, die ukrainische Zivilisten besser vor Drohnen und Raketen schützen soll.
In einem Appell an die Bundesregierung und ihre europäischen Partner fordern zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens aus Deutschland und Europa eine gemeinsame Kraftanstrengung der europäischen Demokratien, damit die Ukraine sich erfolgreich gegen den russischen Angriffskrieg verteidigen kann. Ein Erfolg der russischen Aggression gegen die Ukraine wäre Schlag gegen die europäische Sicherheit. Auch das demokratische Projekt Europa wäre ins Mark getroffen.
Russland werbe derzeit verstärkt ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger für Sabotageaktionen an – zum Teil mit betrügerischen Methoden. Davon warnen der Militärgeheimdienst HUR und der Inlandsgeheimdienst SBU, der kürzlich selbst mit der Operation „Spinnennetz“ tief im Inneren Russlands auffiel. Die Gefahr von Anschlägen und Sabotage steigt im Verlauf des Krieges, denn beide Seiten setzen sie als Mittel der Kriegführung ein.
Der Kreml nennt seit Monaten als Vorbedingung für Verhandlungen die Beseitigung der „ursprünglichen Ursachen“ des Krieges. Dahinter verbirgt sich der Versuch, an den Grundpfeilern des ukrainischen Staatswesens zu rütteln, der Verfassung von 1996. Sollte Kyjiw unter Zwang das Grundgesetz umschreiben müssen, ist eine nachhaltige Destabilisierung vorprogrammiert. Europäische Länder müssen das Einhalten der ukrainischen Verfassung zur Voraussetzung jeglicher Verhandlungen machen.
Seit Sommer 2022 konnte die Ukraine viele Produkte quoten- und zollfrei in die EU ausführen. Doch ab dem 6. Juni ist Schluss mit den Zollerleichterungen und es gelten vorerst wieder die gleichen Regeln wie vor dem russischen Großangriff. Der ukrainischen Landwirtschaft drohen dadurch Milliardenverluste. Deshalb hofft Kyjiw auf eine schnelle Einigung mit der EU – doch nicht nur die Bauern in Polen wehren sich dagegen.
Nach dem russischen Großangriff soll die Ukraine Verträge mit ausländischen Waffenlieferanten abgeschlossen haben, die nie erfüllt wurden. Verantwortlich sind vermutlich sowohl ausländische Firmen als auch korrupte Beamte in der Ukraine. Im Herbst 2023 wurde im Kampf gegen die Korruption fast die gesamte Führung des Verteidigungsministeriums entlassen – was jedoch teils zu mehr Chaos führte als es verbesserte.
In der vergangenen Woche hat der Nationale Sicherheitsrat der Ukraine erneut Sanktionen gegen eigene Staatsbürger verhängt. Echte politische Konsequenzen hat das nicht. Dass jedoch zuvor auch Ex-Präsident Petro Poroschenko, politischer Rivale von Wolodymyr Selenskyj und potentieller Präsidentschaftskandidat, mit Sanktionen belegt wurde, sorgte mit Blick auf mögliche Neuwahlen nicht nur in Juristenkreisen für Stirnrunzeln.
Russlands Diktator hatte seine Pläne lange vorbereitet. Doch als er im Februar 2022 seinen Soldaten den Marsch- und Schießbefehl Richtung Ukraine gab, schienen viele überrascht und es hieß allerorts: Putin hat uns getäuscht. Zumindest in Deutschland. Der Historiker Gerhard Gnauck analysiert, welches Geschichtsverständnis hinter dieser Fehleinschätzung steht und was Deutschland im Umgang mit Russland von seinen Nachbarn lernen kann.
Schwerer Angriff auf Kyjiw: Wie die Hauptstadt reagiert +++ Russische Propaganda in den besetzten Gebieten +++ Neue Frontlinie im Gebiet Sumy
Das „letzte Angebot“ Trumps fordert von der Ukraine die Abtretung von 20 Prozent ihres Territoriums und schließt das Tor zur NATO. Russlands Angriffskrieg würde belohnt. Putins Ziel bleibt die vollständige Unterwerfung der Ukraine. Jetzt muss Europa handeln: mit rascher und entschiedener Unterstützung, damit Kyjiw sich militärisch behaupten und aus einer Position der Stärke verhandeln kann.
In den Verhandlungen um ein Rohstoffabkommen zwischen der Ukraine und den USA scheint es voranzugehen: Die in der vergangenen Woche unterzeichnete Absichtserklärung ist für Kyjiw durchaus akzeptabel – ein diplomatischer Erfolg der ukrainischen Regierung und ihrer neuen Verhandlungstaktik. Doch die Skepsis bleibt groß bei einem Thema, das auch innenpolitisch ein hohes Konfliktpotential birgt.
Am 8. Mai 2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Während Russland den Sieg von 1945 für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine instrumentalisiert, rückt ein lange verdrängter Teil der Geschichte in den Fokus: die deutsche Besatzungsherrschaft in der Ukraine. Die Deutsch-Ukrainische Historische Kommission fordert eine klare Anerkennung der historischen Verantwortung Deutschlands.
Russlands Forderung nach Wahlen in der Ukraine ist kein demokratisches Anliegen, sondern Teil einer gezielten Destabilisierung des Landes. Andreas Umland analysiert die Ursprünge, Funktionen und Gefahren dieses Propagandanarrativs im Kontext der russischen Invasion.
Zwischen Angst und Innovationen: Überleben im Abnutzungskrieg +++ Von der Anklagebank an die Front? Der Fall Nasirov +++ Bestürzung über den Tod der Künstlerin Margarita Polovinko
Reha-Notstand: Lässt der Staat Verletzte und Versehrte im Stich? +++ Korruption in Kyjiw: Haupttäter entgehen der Verfolgung +++ PEN-Eklat um Sexismus und Meinungsfreiheit
Die EU riskiert, die eingefrorenen Vermögenswerte Russlands zu verlieren, wenn die Sanktionen demnächst auslaufen. Rechtsexperten bestätigen, dass die Übertragung dieser Gelder an die Ukraine rechtmäßig ist und die Reparationspflicht Russlands durchsetzen würde. Die Beschlagnahmung der Vermögenswerte könnte das Völkerrecht festigen und die Ukraine finanziell und militärisch stärken. Wird die EU handeln, bevor es zu spät ist?
Da der Einfluss Russlands wächst und die Einheit der NATO ungewiss erscheint, müssen die europäischen Länder eine gemeinsame Strategie entwickeln und die Ukraine als wichtigen Sicherheitspartner anerkennen.
Maksym Butkevych gehört zu den prominentesten Stimmen der Ukraine: Ein Kämpfer für Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenrechte, in der Ukraine und für Europa. Auch zwei Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft – unter Folter, brutalster Gewalt und in Ungewissheit – haben diese Stimme, haben diesen Mann, nicht leiser werden lassen.
Presseschau 5. bis 18. März 2025: Rückzug aus Sudscha: Erfolg trotz Gebietsverlust? +++ Trumps Kahlschlag bei Radio Free Europe / Radio Liberty +++ Das Leid der ukrainischen Bevölkerung unter der Besatzung
Die Geschichte, dass die Ukraine den Krieg nicht hätte beginnen sollen, habe ich schon gehört, bevor Donald Trump sie erzählt hat – von meinen russischen Gefängniswärtern. Der Journalist, Menschenrechtler und ehemalige Kriegsgefangene Maksym Butkevych analysiert in einem neuen Blogeintrag den Pakt zwischen Trump und Putin.
Der US-amerikanische Historiker Timothy Snyder ist ein großer Unterstützer der Ukraine. Während Donald Trump gerade wie ein Verbündeter Putins auftritt und nicht nur der Ukraine, sondern damit auch Europa und die transatlantische Wertegemeinschaft verrät, reist Snyder erneut nach Kyjiw und analysiert in dem Gespräch mit Emmanuelle Chaze die aktuelle Lage. Diese ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Nun liegt alles an Europa.
Ostap Slyvynsky schrieb vor wenigen Wochen ein Gedicht, das eine ebenso nüchterne wie erschütternde Bestandsaufnahme darstellt: „Was ist Krieg?“. Der polnische Schriftsteller, Übersetzer, Verleger und Unterstützer der Ukraine Krzysztof Czyżewski verfasste einen prägnanten Kommentar dazu.
Trump hat Putin angeboten, die Zukunft Europas unter Ausschluss von Kyjiw und Brüssel zu verhandeln. Er stellt damit die europäische Nachkriegsordnung auf den Kopf und viele liebgewonnen Gewissheiten gleich mit. Auf einmal ist das überfallene Land schuld am Krieg und der Kremlchef ein Hüter legitimer Wahlen. Die Orwell\’schen Metaphern schreiben sich fast von selbst.
Am 29. Januar stellten LibMod und Berlin Economics das Policy Paper „Support Needs for Ukraine 2025“ vor und diskutierten mit Bundestags- und Rada-Abgeordneten über den dringenden Finanzbedarf der Ukraine und nachhaltige Finanzierungslösungen.
Im September reiste LibMod mit einer Bundestagsdelegation in die Ukraine, nach Kyjiw und der Region Tschernihiw. Das zentrale Thema: die bedrückende Situation im ukrainischen Energiesektor als Folge der russischen Angriffe auf die Infrastruktur. Die Frage nach militärischer Unterstützung drängt.
„Welcher Frieden? Die Ukraine und wir“ – zwei Fragen, die grundlegender nicht sein könnten, standen im Fokus unserer internationalen Konferenz, der dritten seit der russischen Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022: Was bedeutet der Krieg in der Ukraine für den Westen, und welche Ziele muss eine künftige Friedensordnung erfüllen?
Der ukrainische Menschenrechtsaktivist, Journalist und Soldat Maksym Butkevych wurde am 18. Oktober 2024 aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen. In seiner ersten öffentlichen Erklärung nach der Freilassung betonte er, wie wichtig es sei, die in der russischen Gefangenschaft inhaftierten Ukrainer und Ukrainerinnen nicht zu vergessen und sich weiterhin für ihre Befreiung einzusetzen.
Die Ukraine kämpft weiterhin für die Freiheit, die nach dem Fall der Berliner Mauer vielen Europäern selbstverständlich erschien. Konstantin Sigows neues Buch \„Für Deine und meine Freiheit\“ beleuchtet die aktuellen Herausforderungen und reflektiert die tiefgreifenden Veränderungen, die der Krieg in Europa mit sich bringt.
Längst ist Russlands Krieg in der Ukraine Teil eines globalen Konfliktes zwischen Demokratie und Autoritarismus. Es geht in diesem Krieg um nicht weniger als um die Frage, in welcher Welt wir künftig leben wollen. Und wir können der Frage nicht länger ausweichen, wer diesen Krieg gewinnen soll. Eine Nachlese der diesjährigen LibMod-Konferenz „Welcher Frieden? Die Ukraine und wir“ von Ralf Fücks.
Das Festival „Odessa Classics“, einst Sinnbild der kulturellen Blüte der Stadt, erlebte einen kometenhaften Aufstieg. Doch seit dem russischen Überfall ist Odesa wieder in Dunkelheit gestürzt. Marieluise Beck über die bewegte Geschichte des Festivals und die tragischen Folgen des Krieges.
Kein Zurückfahren der Ukraine-Hilfen! Keine Schwächung der ukrainischen Armee! Waffenlieferungen dürfen NICHT zurückgefahren werden, denn die Ukraine braucht unsere Unterstützung auch in Zukunft. Wir rufen Bündnis 90/Die Grünen dazu auf, sich jetzt stark zu machen, um eine Unterstützung der Ukraine weiterhin zu gewährleisten.
Zwei Jahre nach Beginn der umfassenden russischen Invasion ist die Lage in den „Volksrepubliken“ verzweifelter denn je. Solange der Donbas russisch besetzt bleibt, ist jede politische und wirtschaftliche Normalisierung unmöglich.
Am 38. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschornobyl blicken die Ukrainer mit großer Sorge auf das seit über zwei Jahren von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja. Die Osteuropa- und Technikhistorikerin Anna Veronika Wendland gibt einen Überblick über die aktuelle Lage, die russische „hybride“ Kriegführung und die größten Risikofaktoren.
Das dritte Jahr des russischen Angriffskrieges ist angebrochen. Ein kritischer Blick auf die unzulängliche Unterstützung des Westens – sowie auf die ukrainische Mobilisierungspolitik und den wachsenden Unmut in der Gesellschaft. Der Osteuropaexperte Tadeusz Iwański analysiert die Stimmung diesseits und jenseits der ukrainischen Landesgrenzen.
„Heute können wir entweder beklagen, dass die Welt so instabil geworden ist, oder wir können handeln, um die Stabilität wiederherzustellen.“ Putins Ambitionen gehen weit über die Ukraine hinaus, argumentieren der polnische Außenminister Radosław Sikorski und sein tschechischer Amtskollege Jan Lipavský in einem Beitrag für das Magazin American Purpose.
Luftalarm: In Kyjiw ertönten letzte Woche zum tausendsten Mal seit Beginn der umfassenden Invasion die Sirenen. Menschen, die in der ukrainischen Hauptstadt leben oder arbeiten, erzählen, wie das furchterregende Geräusch zu einem festen Bestandteil ihres Alltags geworden ist.
Die Berlinale-Sektion Forum präsentierte in diesem Jahr zwei formal gegensätzliche ukrainische Filme, verbindendes Element ist die sich gewaltsam in den Filmstoff fräsende Kriegsrealität. Elisabeth Bauer über die Filme „Redaktsiya“ und „Intercepted“.
Was hat sich seit der Zeitenwende-Rede von Olaf Scholz vor gut zwei Jahren verändert? Der Ukraineexperte Winfried Schneider-Deters kritisiert im Interview die zögerliche Unterstützung der Scholz-Regierung und erklärt, warum ein Sieg der Ukraine für das Ende des russischen Neoimperialismus und die europäische Sicherheit notwendig ist.
Am 24. Februar, dem zweiten Jahrestag des russischen Großangriffs auf die Ukraine, demonstrierten mehrere Tausend Menschen vor dem Brandenburger Tor ihre Solidarität mit der Ukraine. Während der Veranstaltung wandte sich auch der Gründer des Zentrums Liberale Moderne, Ralf Fücks, an die Menge. Wir dokumentieren hier seine Rede.
Zwei Jahre Angriffskrieg gegen die Ukraine: Wir haben Sicherheitsexpertinnen und ‑experten aus verschiedenen europäischen Thinktanks um ihre Einschätzung gebeten: War die bisherige Reaktion des Westens auf die russische Aggression angemessen? Sollte der Ansatz geändert werden? Was sollten die westlichen Staaten konkret tun?
Die Verleihung des Kandidatenstatus an die Ukraine und die Eröffnung der EU-Beitrittsverhandlungen markieren den Beginn des Prozesses, den man als „Rückkehr der Ukraine nach Europa“ bezeichnen kann. Auch wenn die militärische Aggression Russlands diesen Prozess auslöste, sodass man nun oft über die „geopolitische Erweiterung“ der EU spricht, sollte das vorrangige Ziel die Transformation der Ukraine in ein europäisches Land in Bezug auf demokratische und rechtsstaatliche Standards sein. Ein Beitrag von Dr. Iryna Solonenko für das Cafe Kyiv Magazin.
Was steht bei Russlands Krieg gegen die Ukraine auf dem Spiel? Was ist zu tun? Zehn Thesen von Ralf Fücks und Marieluise Beck im Gastbeitrag für das Cafe Kyiv Magazin.
Die Ukraine setzt sich seit fast zwei Jahren gegen einen militärisch überlegenen, ressourcenstarken Feind zur Wehr – doch sie hat gelernt, sich die Asymmetrie zunutze zu machen. Eine Vielzahl technologischer Innovationen verschafft der Ukraine auf dem Schlachtfeld einen „asymmetrischen Vorteil“ – und sie setzt vermehrt auf eine eigene Drohnenproduktion. Eine Analyse von Mykhailo Samus, Direktor der unabhängigen Plattform New Geopolitics Research Network.
Die russische Okkupation hat fatale Auswirkungen auf Sicherheit und Alltag der Menschen, doch aufgrund der russischen Zensur dringen nur selten Informationen an die Öffentlichkeit. Die Realität der Besatzung ist von Gewalt, Kontrolle und einem Klima der Angst geprägt, erklärt die Historikerin Tatjana Tönsmeyer – und bezieht auch Deutschland als ehemalige Besatzungsmacht in ihre Überlegungen mit ein.
Im Dezember 2023 erlebte die Ukraine mit der Attacke auf Kyivstar einen der folgenreichsten Cyberangriffe im Zuge des russischen Angriffskriegs. Die Ukraine benötigte jedoch nur wenige Tage, um die Dienste des Mobilfunkanbieters wiederherzustellen. Der Cybersicherheitsexperte Matthias Schulze über die Bedeutung hybrider Kriegsführung und die ukrainische Cyberabwehr.
Olena Selenska, First Lady der Ukraine, ist weltbekannt: Mit einer Mischung aus Emotionalität, Ruhe und Menschlichkeit trifft sie oft den perfekten Ton. Als renommierte Drehbuchautorin hat sie entscheidend zu Wolodymyr Selenskyjs Erfolg im Fernsehgeschäft beigetragen. Die 45-Jährige ist viel mehr als „nur“ die Frau des ukrainischen Präsidenten.
Die Entscheidung über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen markiert den Beginn einer neuen Phase des Beitrittsprozesses. Dieser Prozess ist einerseits sehr technokratisch, wenn es um die Übernahme und Umsetzung des EU-Besitzstands in der Ukraine geht. Er ist aber auch politisch, wenn die Bedingungen für den Zugang der Ukraine zum Binnenmarkt und zu den EU-Förderprogrammen ausgehandelt werden.
Früher war Mustafa Najem einer der bekanntesten Journalisten der Ukraine. Dann initiierte er im November 2013 mit einem Facebook-Post die Maidan-Revolution. So begann seine politische Karriere. Nach fünf Jahren im Parlament gehört Najem nun als Leiter der Staatlichen Agentur für Wiederaufbau und Infrastrukturentwicklung zu den erfolgreichsten staatlichen Managern des Landes.
Digitalminister und Vizepremier Mychajlo Fedorow ist der jüngste Minister in der Geschichte der Ukraine. Der 32-Jährige ist für das ukrainische Drohnenprogramm und für die auch im Ausland vielbeachtete Staatsdienstleistungsapp „Dija“ verantwortlich. Fedorow gilt als Liebling von Präsident Selenskyj und hat wohl eine große politische Zukunft vor sich.
Die Orange Revolution von 2004 lehrte die Menschen in der Ukraine, dass sich Protest lohnt. Die „Revolution der Würde“ 2013 hatte dagegen einen sehr hohen Preis. Aber ohne sie wäre die Ukraine heute vielleicht immer noch Teil der „Russischen Welt“.
Vor zehn Jahren, am 21. November 2013, begannen nach der Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens die prodemokratischen Massenproteste auf dem Maidan in Kyjiw – die sogenannte „Revolution der Würde“. Heute ist klar: Die Aussetzung des Abkommens auf Druck Moskaus war der erste Akt in Russlands lang angelegtem Krieg gegen die Ukraine.
Iryna Wereschtschuk galt lange als latent prorussisch. Es wurde sogar über ihre Verbindungen zum Putin-nahen Politiker und Unternehmer Wiktor Medwedtschuk spekuliert. Doch der russische Angriffskrieg hat alles verändert: Sowohl ihr Mann als auch ihr Sohn sind bei der Armee, während sie sich als Stellvertretende Premierministerin und Ministerin für die Reintegration der vorübergehend besetzten Gebiete erfolgreich um die Evakuierung der Zivilisten aus frontnahen Gebieten kümmert.
„Es tut weh, das zu sehen. Und es muss wehtun.“ Diese Worte bringen die Seherfahrung des Dokumentarfilms „20 Days in Mariupol“ (2022) von Mstyslaw Tschernow auf den Punkt: Der Film will als Dokument die Wahrheit über den zerstörerischen russischen Angriffskrieg festhalten, das Wissen um das Leid der Ukrainer und Ukrainerinnen mit der Welt teilen und zu einer Ahndung der Kriegsverbrechen beitragen.
10 Jahre Revolution der Würde: Am 20. November zeigen wir als Mitveranstalter im Kino BABYLON Berlin den Dokumentarfilm „Life to the Limit“, um an die dramatischen Ereignisse auf dem Kyjiwer Maidan zu erinnern. Die Filmvorführung beginnt um 19:00 Uhr mit einem Gespräch mit dem Regisseur Pavlo Peleshok, Markus Meckel, Marieluise Beck und anderen.
Wolodymyr Jermolenko ist nicht nur einer der gefragtesten Publizisten in der Ukraine, wo er bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Er ist auch einer der wichtigsten Ukraine-Erklärer im Ausland. Er zweifelt nicht an dem ukrainischen Sieg gegen Russland, warnt aber, dass die Ukrainer sich nicht zu sehr idealisieren sollten.
Die stellvertretende Parlamentsvorsitzende Olena Kondratjuk gilt als langjährige Vertraute und Wahlkampfmanagerin der ehemaligen Premierministerin Julija Tymoschenko. Die 52-Jährige ist aber viel mehr als nur das: Sie ist eine prominente Kämpferin für Frauenrechte und eine wichtige internationale Stimme der Werchowna Rada.
Wenn auf dem russisch kontrollierten Gebiet eine erfolgreiche Sabotageaktion stattfindet, sind die Chancen groß, dass er dahintersteckt: Kyrylo Budanow, Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR. Russland fürchtet Budanow, doch auch zu Hause gibt es kritische Stimmen.
Die Krimtatarin Tamila Taschewa ist eine prominente Menschenrechtlerin, aber auch Ständige Vertreterin des ukrainischen Präsidenten für die seit 2014 besetzte Krim in Kyjiw – und zweifelsohne die ideale Brückenbauerin zwischen Ukrainern und Krimtataren.
Vor gut anderthalb Jahren begann Russland den umfassenden Krieg gegen die Ukraine – mit dem Ziel, die ukrainische Nation und den ukrainischen Staat zu zerstören. Ein eingefrorener Krieg oder ein erzwungener Frieden sind keine Option, schreibt Sergiy Sydorenko.
Am 24. August feiert die Ukraine den Unabhängigkeitstag. Die lang herbeigesehnte staatliche Souveränität ist durch internationales Recht geschützt. Ihre Wiederherstellung und Wahrung dient auch dem Schutz der globalen Sicherheitsordnung, schreibt der Schriftsteller Jurko Prochasko in seinem Kommentar.
Am 24. August feiert die Ukraine den Unabhängigkeitstag. Eine Unabhängigkeit, für die das Land einen hohen Preis bezahlt. Warum es dennoch auch ein Tag der Hoffnung sein wird, schreibt Witalij Sytsch, Chefredakteur des ukrainischen Medienhauses „NV“ in seinem Kommentar.
Seit 2020 ist die ukrainische Juristin Olha Stefanischyna Stellvertretende Premierministerin für die europäische und euroatlantische Integration. Obwohl die Befugnisse in diesem Amt begrenzt sind, tragen die meisten Erfolge Kyjiws in Bezug auf den EU-Beitritt ihre Handschrift – vor allem dank ihrer hervorragenden Vernetzung in Brüssel.
Von der russischen Propaganda wird die berühmte ukrainische Sanitäterin Julija Pajewska als eine der wichtigsten Vertreterinnen der angeblichen Neonazis in der Ukraine diffamiert. In Wirklichkeit hat Pajewska, die sich Taira nennt, Hunderte von Menschenleben gerettet – und hält sogar Kontakt zu Prinz Harry.
Walerij Saluschnyj ist der erste Befehlshaber des ukrainischen Militärs, der seine Karriere erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann. In der Ukraine wird der General von so gut wie allen politischen Kräften gefeiert – für seine militärischen Erfolge, aber vor allem für seine Menschlichkeit.
Das Grauen, das die Ukrainer erleben, wird uns tagtäglich in den Medien vor Augen geführt. Was es jedoch mit den Menschen macht, wie tief der Krieg jeden Aspekt des Zusammenlebens, der Kultur und der menschlichen Existenz in den umkämpften Gebieten verändert, das kann keine Kamera erfassen. 17 Autoren und Autorinnen gewähren uns in einer Anthologie Einblick.
Ljudmyla Jankina von der ukrainischen Menschenrechtsorganisation ZMINA beschreibt die ambivalente Situation für zivilgesellschaftliche Aktivisten und investigative Journalisten in der Ukraine: Einerseits ist das zivilgesellschaftliche Umfeld sicherer geworden, Reformprozesse sind transparenter und demokratischer. In den von Russland besetzten Gebieten sind Aktivisten jedoch das Hauptziel von Angriffen.
Russlands Angriffskrieg stellt die Wirtschaft der Ukraine vor große Probleme: Ausgaben für Sicherheit und Verteidigung machen 50 Prozent des Haushalts aus, gleichzeitig sank das Bruttoinlandsprodukt um 30 Prozent. Oleksandra Betliy über die wirtschaftliche Lage des Landes und finanzielle Unterstützung aus dem Ausland.
Weite Gebiete der Ukraine sind durch Russlands Angriffskrieg mit Landminen und Blindgängern verseucht. Es wird Jahrzehnte dauern, die Regionen für die Menschen wieder sicherzumachen.
Dreiteilige Essayreihe: Augenzeugenberichte von jüdischen Ukrainerinnen und Ukrainern nach Beginn der russischen Invasion. Im dritten Teil berichtet Wadim* von der alltäglichen Lebensgefahr und dem Überleben unter russischer Besatzung in Mariupol.
Dreiteilige Essayreihe: Augenzeugenberichte von jüdischen Ukrainerinnen und Ukrainern nach Beginn der russischen Invasion. Im zweiten Teil erzählt Irina Poljuschkina vom Überleben ihrer Familie in Mariupol und der dramatischen Flucht nach Israel.
Dreiteilige Essayreihe: Augenzeugenberichte von jüdischen Ukrainerinnen und Ukrainern nach Beginn der russischen Invasion. Im ersten Teil berichtet Inna Satoloka, wie sie im April 2022 mit ihrer Familie aus dem belagerten Mariupol floh.
Russlands Vernichtungsfeldzug gegen die Ukraine zwingt uns zu entschiedenem Handeln – doch die deutsche „Zeitenwende“ ist auf halbem Weg steckengeblieben. Die deutsche Russland- und Ukraine-Politik muss ihre strategische Zweideutigkeit aufgeben. Ein Gastbeitrag von Ralf Fücks für den SPIEGEL.
Das neue Buch der ZOiS-Direktorin Gwendolyn Sasse, „Der Krieg gegen die Ukraine“, bietet die vielleicht umfassendste und zugleich kompakteste Lektüre zum Krieg gegen die Ukraine.
In einer gemeinsamen Erklärung haben die Außenminister Estlands, Lettlands und Litauens die Einrichtung eines Sondertribunals zur Untersuchung des Verbrechens der russischen Aggression gefordert.
Warum der Holocaust-Überlebende Roman Schwarzman seit einem Monat nicht mehr in den Keller flüchtet, wenn Flugalarm über Odesa dröhnt und was ihm Kraft gibt, täglich ins Büro zu fahren, um von dort aus Ghetto- und KZ-Überlebenden sowie Angehörigen der jüdischen Gemeinde von Odesa zu helfen – darüber sprach mit ihm Ira Peter im Interview.
Die Lebensgeschichte von Anastasia Gulej steht sinnbildlich für den Kampf der Ukraine für ihre Freiheit. Im Juli ist ihre Biografie als Buch erschienen. Von Anton Granovskyy
Zum Hintergrundgespräch lud LibMod am 6. Oktober ein. Mit den Gästen Tamila Tasheva und Maria Tomak sprachen wir über die russisch besetzte Krim.
Solange die Krim besetzt ist, wird es keinen Frieden geben. Echter Frieden bedeutet die Wiederherstellung der territorialen Integrität der Ukraine innerhalb der Grenzen von 1991.
Ein halbes Jahr nach Beginn der großangelegten russischen Invasion muss der Westen die Ukraine mit weiteren Bekenntnissen und Waffenlieferungen unterstützen.
Sabine Adler hält der deutschen Ukrainepolitik mit Detailkenntnis, politischen Rekonstruktionen und historischen Rückblicken den Spiegel vor.
Zwischen Zusammenhalt und Angst – der in der Ukraine lebende, deutsche Schriftsteller Christoph Brumme schildert seinen Besuch bei Freunden an der Front.
Der in der Ukraine lebende, deutsche Schriftsteller Christoph Brumme hat seine Tagebucheinträge veröffentlicht. Sie geben einen besonderen Einblick in den Kriegsalltag.
Die Toleranz gegenüber der LGBT-Community ist in der ukrainischen Gesellschaft in den letzten Jahren stark gestiegen. Trotzdem kommt es immer noch zu Diskriminierung. Die Geschichte einer bisexuellen Scharfschützin, die in...
Die Geschichte der deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine ist ein unvergleichliches Trauerspiel. Es ist höchste Zeit, dass Deutschland die Notwendigkeit von schweren Waffen für die Ukraine erkennt. Ein Gastbeitrag von...
Seit Beginn des Krieges hat sich die öffentliche Meinung in der Ukraine weiter gewandelt. Immer mehr Menschen unterstützen jetzt eine Anbindung an den Westen – und eine umfassende Dekolonisierung von...
Am 4. Juli haben Mitglieder der ukrainischen Zivilgesellschaft ein „Manifest der Zivilgesellschaft“ (Erklärung von Lugano) auf der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine („Ukraine Recovery Conference“) in Lugano vorgestellt. Nachstehend finden Sie...
Russland bereitet in diesen Tagen die nächste Phase des Vernichtungskriegs gegen die Ukraine vor. Gleichzeitig versucht die Ukraine die Initiative zu gewinnen. Auch die Bundesregierung sollte die Lage neu bewerten,...
Russlands Überfall auf die Ukraine setzt den Angriff fort, der 2014 begann. Dessen Ausgang entscheidet auch über die Zukunft des Westens und der transatlantischen Ordnung.
Vor kurzem erschien ein Offener Brief deutscher Intellektueller (ZEIT Nr. 27/22), der nicht zwischen Opfer und Aggressor unterscheidet. Ein Kommentar von Susann Worschech, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und Franziska Davies,...
The Center for Liberal Modernity (LibMod) discussed with Tamila Tasheva, Wilfried Jilge, Olha Skrypnyk, Dr. András Rácz and Marieluise Beck about “Crimea and the Black Sea (in)security amid Russia’s war...
Russland besteht darauf, ukrainische Kinder gemäß den Normen des humanitären Völkerrechts aus dem Kampfgebiet zu evakuieren. Doch die Handlungen sollten als das betrachtet werden, was sie sind: Deportationen und damit...
Seit 2014 gab es mehrere russische Angriffe auf psychiatrische Einrichtungen in der Ukraine. Gibt es Parallelen zu den von Nazis begangen Massenmorden an psychisch kranken Menschen in der Ukraine während...
Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba erklärt in seinem Gastbeitrag, was die Voraussetzungen für einen ukrainischen Sieg sind und appelliert an den Westen, sein Land nicht allein zu lassen.
Das Wunschdenken, das viele im Westen hegen, hilft nicht. Denn Putins Hass auf den Westen ist grenzenlos, er braucht ihn zu seinem Machterhalt. Von Christoph Brumme
Einladung zum Online-Briefing über die Lage in der Ukraine – mit Marieluise Beck und Ralf Fücks, die vor einer Woche aus Charkiw und Kyjiw zurückgekommen sind.
Für Jürgen Habermas ist eine Niederlage der Ukraine nicht schlimmer als eine Eskalation des Konflikts. Denn er begreift nicht, dass Putin den Westen im Visier hat, dessen Freiheit in der Ukraine...
Taras Prochasko ist einer der bekanntesten zeitgenössischen ukrainischen Schriftsteller. Im Interview mit Roman Kravets spricht er darüber, wie der Krieg seine Heimatstadt verändert und warum wir auf den Tod von...
Als ihre Heimatstadt Altschewsk 2014 von prorussischen Separatisten besetzt wurde, floh die Unternehmerin Ekaterina Tarasenko in die Westukraine. Dort hat sie jetzt ein Hilfszentrum für ukrainische Binnenflüchtlinge aufgebaut. Von Ekaterina Tarasenko
Trotz des fortdauernden russischen Kriegs lebt die ukrainische Wirtschaft wieder auf. In vielen Regionen werden neue Unternehmen gegründet, Arbeitsplätze geschaffen und kreative Ideen entwickelt. Von Olha Vorozhbyt
Ständiger Raketenbeschuss, Ausfälle bei der Wasserversorgung und Mobilfunkverbindung – die Stadt Mikolajiw steht im Zentrum russischer Angriffe. Doch die Menschen vor Ort lassen sich nicht unterkriegen. Ein Lagebericht von Volodymyr Zayats
Der ukrainische DJ und Produzent Yuriy Gurzhy spricht über sein Projekt „New Donbass Symphony”, eine Musikproduktion mit ukrainischen Teenagern aus der Ostukraine. Ein Interview von Yelizaveta Landenberger
Was können wir in Deutschland für die Menschen in der Ukraine und diejenigen, die die Flucht zu uns geschafft haben, tun? Ein Kommentar von Oleksandra Bienert
Die russische Invasion in der Ukraine sollte zu einem schnellen, deutlichen Sieg der russischen Truppen führen. Für das Scheitern gibt es mehrere Ursachen. Eine Analyse von Valery Pekar
Das Zentrum Liberale Moderne hat am 5. Mai zur Online-Diskussion eingeladen, um über sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe in der Ukraine zu sprechen.
Die Parlamente von Estland, Lettland und Kanada haben den Krieg Russlands gegen die Ukraine als Völkermord bezeichnet. „In den vorübergehend besetzten Gebieten, insbesondere in den Städten Butscha, Borodjanka, Hostomel, Irpin,...
Heute vor 36 Jahren ereignete sich in Tschernobyl die schlimmste Atomkatastrophe der Menschheit. Die Grünen-Politikerin Rebecca Harms war seit Ende der Achtziger-Jahre mehrmals vor Ort. Als die russische Armee im...
Dieser Appell wurde erstmals mit 96 Unterzeichner*innen am 18. März 2022 im “Tagesspiegel” veröffentlicht. Er folgt einem ähnlichen Aufruf von 73 Expert*innen, der am 14. Januar 2022 in „Zeit Online“ erschien.
Fünf Thesen zu Russlands Krieg in der Ukraine von Jakob Hauter, Doktorand an der School of Slavonic and East European Studies (SSEES) des University College London.
In westlichen Medien sind das ukrainische Regiment “Asow” und seine Verbindungen zur Rechten Dauerthema. Zwölf Fragen und Antworten von Vyacheslav Lykhachov.
Russia has committed massive and grave war crimes from the beginning of its full-scale invasion of Ukraine. The webinar, organized on 12 April 2022 by LibMod, Chatham House, and Atlantic council,...
In der Hafenstadt Mariupol fällt eine Vorentscheidung über den Krieg in der Ukraine – die Stadt gibt nach wie vor nicht auf, stirbt aber zentimeterweise, wenn keine Hilfe kommt. Ein...
Ihor Koslowskyj erzählt im Buch von Oleksandr Mykhed „Dein Blut wird die Kohle tränken“ über die Mythen, die die Ostukraine geprägt haben, und wie sich Slowjansk, Swjatohirsk und Mariupol voneinander...
Die russischen Angriffe auf Babyn Jar und andere symbolträchtige Orte und Kulturdenkmäler in der Ukraine ähneln den Praktiken der sowjetischen Führung und zeigen: Mit der Zerstörung der ukrainischen Kultur versucht...
Die Journalistin Nadiya Sukhorukova hat die ersten Wochen der russischen Belagerung von Mariupol miterlebt. Hier erzählt sie von ihrem Alltag zwischen Angst, Vergessen und Verlust.
Der barbarische Angriffskrieg Wladimir Putins geht in die vierte Woche. Während sich die Ukraine verzweifelt gegen die russische Armee und ihre unmenschliche Kriegsführung verteidigt, bleiben die westlichen Reaktionen, zu schwach...
Die russische Armee hat die Hafenstadt Mariupol dem Erdboden gleich gemacht. Tausende Zivilisten sind dabei ums Leben gekommen. Wie lange will Deutschland noch zuschauen? Ein Essay von Maxim Borodin, der...
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15 Tage sind vergangen seit Beginn der militärischen Invasion Russlands in die Ukraine. Die Lage im Land ist angespannt, aber noch nicht kritisch. Gleichzeitig sind Kampfgeist und Zusammengehörigkeitsgefühl der der Ukrainer so...
Der russische Überfall auf die Ukraine hat im Ausland eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Ukrainische NGOs wie Vostok SOS helfen wo sie können, um dringend benötigte Güter an die Menschen...
Die Politikwissenschaftlerin Oleksandra Keudel warnt vor den europäischen und globalen Folgen im Falle von russischen Angriffen auf ukrainische Kernkraftwerke.
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Am 24. Februar 2022 begann die russische Armee einen Großangriff auf die Ukraine. Welche Organisationen SOFORTHILFE benötigen und welche Versorgungsnetze es im Ausland gibt, dokumentieren wir hier.
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