Die Ukraine modernisiert die Kriegsführung durch neue Technologien im Verteidigungssektor, und verbessert sie permanent durch direktes Feedback von der Front. Für europäische Partner bietet die Integration dieser Innovationen die Chance, die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Die ukrainischen Streitkräfte halten die russische Invasion bisher erfolgreich auf, weil sie tiefen Rückhalt in der Gesellschaft genießen. Die Ukraine zeigt, dass Widerstand gegen eine stärkere Militärmacht dank Verflechtung von Zivilgesellschaf, Industrie, Behörden und Militär möglich ist.
Die Ukraine startet durch militärische Erfolge und die Abwahl von Viktor Orbán gestärkt in die Saison der Spitzentreffen mit G7‑, EU- und NATO-Gipfel. Doch Europa und die Ukraine müssen das offene Zeitfenster unbedingt nutzen, um sicherheitspolitische Tatsachen zu schaffen. Denn bereits 2027 droht Europa eine noch tiefere Spaltung, analysiert Simon Schlegel.
Es war ein politischer Paukenschlag: das Treffen Selenskyjs mit seinem Erzrivalen und Vorgänger im Amt, Petro Poroschenko. Das Gespräch deutet eine langsame Rückkehr zur Normalität im innenpolitischen Alltag an, ist aber zugleich Zeichen für eine Dauerkrise im Parlament, die finanzielle Hilfe aus dem Ausland gefährdet, auf die das Land im Krieg dringend angewiesen ist.
Chirurgen aus den USA und Kanada operieren gemeinsam mit ihren ukrainischen Kollegen Soldaten, die im Gesicht verwundet wurden. Innerhalb von fünf Tagen werden 30 Eingriffe durchgeführt. Wie das Aussehen und die Funktionen des Gesichts wiederhergestellt werden, schildert ein Beitrag von Frontliner.
Presseschau ukrainischer Medien | 29. April bis 19. Mai 2026:
Jermak: Vom Zentrum der Macht in den Gerichtssaal | Neues Zivilgesetzbuch: Modernisierung oder Rückschritt? | Hunger an der Front
Russland versucht, die Ukraine zur Abtretung der gesamten Region Donezk zu drängen. Denn eine militärische Einnahme würde schätzungsweise bis Ende 2027 andauern und hohe Verluste für die russische Seite mit sich bringen. Für die Ukraine wäre die Aufgabe der Region Donezk fatal, wie historische Beispiele zeigen.
Der andauernde Krieg in der Ukraine hat hunderttausende Kriegsveteranen geschaffen, die zwischen Front, Trauma und Neuanfang stehen. Außergewöhnliche Initiativen für den Umgang mit den Folgen des Krieges sind entstanden – von Theaterprojekten bis zu Hightech-Rehazentren. Barbara von Ow-Freytag über ein vom Krieg gezeichnetes Land und die außergewöhnliche Energie seiner Zivilgesellschaft.
Nach den Ermittlungen der ukrainischen Antikorruptionsorgane im Fall des zwielichtigen Geschäftsmanns Tymur Minditsch sind weitere Transkripte angeblich abgehörter Gespräche aufgetaucht. Über ihre Echtheit wird gestritten. Es geht um die für die Landesverteidigung zentrale Firma Fire Point, um den Vorsitzenden des Sicherheitsrates – und darum, ob Präsident Selenskyj von all dem gewusst hat.
Presseschau ukrainischer Medien | 15. bis 28. April 2026:
40 Jahre Tschornobyl | Bulgarien-Wahl: Wird Radew der neue Orbán in der EU? | Verteidigungsminister seit 100 Tagen: Fedorows erste Bilanz
Unter den 130.000 Menschen, die im NS-Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert waren, befanden sich bis zu 8.000 aus dem Gebiet der heutigen Ukraine, die meisten davon Frauen. Zahlreiche Häftlinge überlebten die Lagerhaft in Ravensbrück nicht. Nach der Befreiung am 30. April 1945 verliefen ihre Schicksale unterschiedlich: Während viele weiteren Verfolgungen in der Sowjetunion ausgesetzt waren, flohen andere ins Exil.
Unter den Kriegsgefangenen, welche die Ukraine macht, erweisen sich Kombattanten aus den sogenannten Volksrepubliken oft als die aggressivsten Verteidiger der „russischen Welt“. Doch die scheint sich wenig für sie zu interessieren, bei Gefangenenaustauschen stehen sie fast nie auf den Listen. Reporter des unabhängigen ukrainischen Mediums Frontliner sprachen mit ihnen.
Presseschau ukrainischer Medien | 1. bis 14. April 2026:
Historische Wahl in Ungarn: Hoffnung für Kyjiw? +++ Angst um Infrastruktur zur Wasserversorgung +++ Mobilisierung: neue Schmerzen, alte Probleme
Nacht für Nacht greift die russische Armee ukrainische Städte im ganzen Land mit Drohnen iranischen Bautyps an. Start-ups entwickeln effiziente Lösungen zu deren Abschuss. Ein Bericht von einem geheimen Testgelände für Abfangdrohnen in der Ukraine.
Eine Analyse der militärischen Grundausbildung in der Ukraine und in sechs europäischen Ländern zeigt: In vielen NATO-Staaten spiegeln militärische Übungen noch immer Kriege der Vergangenheit wider und nicht die Realitäten moderner Kriegsführung. Durch intensiveren Austausch und gemeinsames Lernen mit dem ukrainischen Militär ließe sich die Ausbildung entscheidend verbessern.
Vor vier Jahren reagierte die internationale Öffentlichkeit schockiert, als die ukrainischen Streitkräfte bei der Rückeroberung des Kyjiwer Vororts Butscha Zeugnisse eines Massakers an der Zivilbevölkerung entdeckten. Seitdem hat die russische Armee viele weitere Kriegsverbrechen in der Ukraine begangen, doch die europäische Öffentlichkeit scheint sich an das Grauen gewöhnt zu haben.
Presseschau ukrainischer Medien | 4. bis 17. März 2026:
Gelähmtes ukrainisches Parlament +++ Orbán hetzt gegen die Ukraine +++ Zweifel an freiwilligen Frontsanitätern
Der aktuelle Krieg transformiert das Selbstverständnis und die Erinnerungskultur der Ukraine fundamental. Alte, aus der Sowjetzeit stammende Erzählungen werden nun als propagandistisch eingestuft. An ihre Stelle rücken neue Formen eines zivilgesellschaftlichen und auf das Nationale fokussierten, aber auch transnationalen Erinnerns.
Das Jahr 2025 endete nicht mit einem Friedensschluss, sondern mit noch mehr Bomben auf ukrainische Städte – und deutlich mehr zivilen Opfern als 2024. Als Friedensstifter ist Donald Trump also auf ganzer Linie gescheitert. Er hat nicht nur die Situation der Ukraine nicht verbessert, sondern Wladimir Putin zudem aus der geopolitischen Isolation herausgeholfen. Dieser Abschluss der Artikelserie analysiert die Äußerungen des US-Präsidenten im zweiten Halbjahr 2025. (3/3)
Die moderne Kriegsführung verlangt Anpassungsfähigkeit und Kooperation. Europas Sicherheit entsteht nicht durch Lagerbestände, sondern durch die gemeinsame Produktion und Skalierung ukrainischer Innovationen.
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