Seitdem Russland im Oktober 2022 begonnen hat, gezielt die ukrainische Energieversor-gung zu attackieren, häufen sich jährlich im Spätsommer die Warnungen vor dem Winter. Simon Schlegel war kürzlich in Kyjiw und stellt fest: Dieses Jahr ist die Sorge besonders groß, denn die russische Armee setzt jüngst massenweise ballistische Raketen ein. Sie nutzt damit die weltweite Knappheit von Patriot-Abwehrraketen aus.
Nach der Synchronisierung des ukrainischen Stromnetzes mit dem europäischen Verbundnetz ENTSO‑E sind Stromimporte zu einem wichtigen Bestandteil der Energiesicherheit geworden. Sie verringern in Krisenzeiten die Stromknappheit und schaffen zusätzlichen Wettbewerbsdruck auf dem heimischen Markt. Die neue LibMod-Studie untersucht die Rolle des grenzüberschreitenden Stromhandels für die Ukraine zwischen 2022 und 2026.
Ukraine’s energy system is facing unprecedented challenges due to wartime destruction and the urgent need for reconstruction. Three new policy papers from LibMod analyse how support mechanisms and regulatory reforms can attract investment, stabilise the grid, and ensure energy security.
Die ukrainische Energiewirtschaft ist durch die massiven russischen Angriffe zum Testfeld für eine resiliente Energieversorgung geworden. Wo zentrale Netze versagen, entstehen flexible, dezentrale Lösungen, die inzwischen auch außerhalb der Ukraine erprobt werden. Modulare Systeme können Gemeinden, Krankenhäuser und Unternehmen selbst unter Extrembedingungen zuverlässig mit Strom und Wärme versorgen.
Das Büro für wirtschaftliche Sicherheit, die zentrale Behörde im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität in der Ukraine, hat einen neuen Chef – endlich. Dass die Regierung seine Ernennung verschleppte, ging angesichts der jüngsten Proteste gegen mögliche Rückschritte bei der Korruptionsbekämpfung
fast unter.
Seit Sommer 2022 konnte die Ukraine viele Produkte quoten- und zollfrei in die EU ausführen. Doch ab dem 6. Juni ist Schluss mit den Zollerleichterungen und es gelten vorerst wieder die gleichen Regeln wie vor dem russischen Großangriff. Der ukrainischen Landwirtschaft drohen dadurch Milliardenverluste. Deshalb hofft Kyjiw auf eine schnelle Einigung mit der EU – doch nicht nur die Bauern in Polen wehren sich dagegen.
Vor 23 Jahren gründeten die ukrainischen Unternehmer Wjatscheslaw Klymow und Wolodymyr Popereschnjuk ihre Firma Nowa Poschta („Neue Post“ / Nova Post). Heute ist sie mit mehr als 10.000 Filialen in der Ukraine und 100 im Ausland der beliebteste ukrainische Paketdienst.
In nur wenigen Jahren wurde die junge Vize-Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Julija Swyrydenko zu einer der einflussreichsten Personen der ukrainischen Regierung. Ihr Name fällt oft, wenn über die Neubesetzung des Postens des Ministerpräsidenten spekuliert wird.
Der 44-jährige Maksym Lytwyn, Mitbegründer des Softwareunternehmens Grammarly, gehört zu den erfolgreichsten Unternehmern der Ukraine. 2022 war Lytwyn laut Forbes hinter Rinat Achmetow sogar der zweitreichste Mann des Landes. Das Schicksal der Ukraine liegt dem gebürtigen Kyjiwer in seiner Wahlheimat Kanada besonders am Herzen.
Das von Russland aufgekündigte Getreideabkommen, der Angriff auf die Krimbrücke und die ukrainische Gegenoffensive waren in den ukrainischen Medien in den vergangenen Tagen zentrale Themen.
Privates Kapital braucht Sicherheit im Sinne von Frieden – aber auch eine Wettbewerbsfreiheit, die nicht durch Oligarchisierung eingeschränkt wird. Georg Milbradt, deutscher Sonderbeauftragter für die ukrainische Reformagenda, über den Wiederaufbau der Ukraine.
Russlands Angriffskrieg stellt die Wirtschaft der Ukraine vor große Probleme: Ausgaben für Sicherheit und Verteidigung machen 50 Prozent des Haushalts aus, gleichzeitig sank das Bruttoinlandsprodukt um 30 Prozent. Oleksandra Betliy über die wirtschaftliche Lage des Landes und finanzielle Unterstützung aus dem Ausland.
Durch die russische Blockade ukrainischer Häfen und gezielte Zerstörung von Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine droht eine Nahrungsmittelkrise. Betroffen sind vor allem ärmere Länder. Eine Analyse von Iryna Kosse
Trotz des fortdauernden russischen Kriegs lebt die ukrainische Wirtschaft wieder auf. In vielen Regionen werden neue Unternehmen gegründet, Arbeitsplätze geschaffen und kreative Ideen entwickelt. Von Olha Vorozhbyt
Der Agrarsektor trägt über zehn Prozent zum BIP der Ukraine bei und umfasst knapp 40 Prozent der Gesamtexporte. Die Ukraine ist ein wichtiger Akteur auf dem globalen Agrarmarkt; sie trägt...
Die Ukraine ist ein energieabhängiges Land. Sie importiert Gas, Öl, Erdölprodukte, Kernbrennstoffe und sogar Kohle. Dabei hätte das Land es nicht nötig zu importieren, denn die Ukraine besitzt selber einiges...
In der Ukraine tauchte das Coronavirus erstmals in der Region Tscherniwzi im Südwesten des Landes auf. Am 3. März wurde das Virus bei einem Mann bestätigt, der gerade aus Italien zurückgekehrt...
Die Corona-Krise wirkt sich besonders negativ auf die ukrainische Wirtschaft auf. Die Auswirken diskutierten wir mit deutschen und ukrainischen Experten.
Nach Jahren der Krise erholt sich die ukrainische Wirtschaft und ist auf Wachstumskurs. Für die weitere Entwicklung ist entscheidend, ob das Land das IWF-Programm und weitere Reformen umsetzt.
Neue Umfragen und Wirtschaftsdaten zeigen, wo die sozialen Probleme des Landes liegen, aber auch wie sich die Ukraine nach der wirtschaftlichen Krise wieder erholt.
Alexander Markus ist Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer. Im Interview mit „Ukraine verstehen” spricht er über Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen des Wirtschaftsstandorts Ukraine.
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