Mal kein trockenes Sachbuch, sondern ein Comic, der die grausame Gegenwart zu erklären versucht: „Eine kurze Geschichte eines langen Krieges“ verwebt gekonnt historische Exkurse mit Schilderungen des entbehrungsreichen Alltags der Menschen im Krieg. Es ist eine der ersten ukrainischen Graphic Novels auf dem deutschen Buchmarkt.
Viele Menschen in der Ukraine denken darüber nach, wie sie trotz des Krieges für eine Weile abschalten können, ohne dass dies moralisch hinterfragt wird. Stand-up-Comedy ist dabei zu einer echten Alternative zu Clubs und Diskotheken geworden. Denn sie kann tagesaktuell und politisch sein.
Das Festival „Odessa Classics“, einst Sinnbild der kulturellen Blüte der Stadt, erlebte einen kometenhaften Aufstieg. Doch seit dem russischen Überfall ist Odesa wieder in Dunkelheit gestürzt. Marieluise Beck über die bewegte Geschichte des Festivals und die tragischen Folgen des Krieges.
Die Berlinale-Sektion Forum präsentierte in diesem Jahr zwei formal gegensätzliche ukrainische Filme, verbindendes Element ist die sich gewaltsam in den Filmstoff fräsende Kriegsrealität. Elisabeth Bauer über die Filme „Redaktsiya“ und „Intercepted“.
„Es tut weh, das zu sehen. Und es muss wehtun.“ Diese Worte bringen die Seherfahrung des Dokumentarfilms „20 Days in Mariupol“ (2022) von Mstyslaw Tschernow auf den Punkt: Der Film will als Dokument die Wahrheit über den zerstörerischen russischen Angriffskrieg festhalten, das Wissen um das Leid der Ukrainer und Ukrainerinnen mit der Welt teilen und zu einer Ahndung der Kriegsverbrechen beitragen.
Das Grauen, das die Ukrainer erleben, wird uns tagtäglich in den Medien vor Augen geführt. Was es jedoch mit den Menschen macht, wie tief der Krieg jeden Aspekt des Zusammenlebens, der Kultur und der menschlichen Existenz in den umkämpften Gebieten verändert, das kann keine Kamera erfassen. 17 Autoren und Autorinnen gewähren uns in einer Anthologie Einblick.
Ihor Ivankos berührender Film über die Beziehung zu seinem Großvater ist auch ein Zeugnis vergangener Zeiten, während die Erinnerungen zu verblassen drohen. Von Sofia Insua
Während Oksana Sabuschkos unfreiwilligen Exils entstand ihr essayistisches Tagebuch „Die längste Buchtour“, das auch westlicher Ignoranz einen Spiegel vorhält.
Der Film von Valentyn Vasyanovych erzählt den emotionalen Ausnahmezustand eines ukrainischen Kriegsgefangenen und erkundet dabei die Nuancen, aber auch die Überwindung der Traumata des Krieges. Eine Filmrezension von Dina Abedini Niknam.
Der Film des Regisseurs Maksym Nakonechnyi zeichnet auf eindrückliche Weise die Narben nach, die die russische Kriegsgefangenschaft auf Seele und Körper einer ukrainischen Soldatin hinterlassen hat.
Im Krieg gegen die Ukraine kommen nicht nur Menschen ums Leben. Die russischen Truppen zerstören gezielt ukrainische Kulturgüter, um die kulturelle Identität der Ukraine zu vernichten.
Der in der Ukraine lebende, deutsche Schriftsteller Christoph Brumme hat seine Tagebucheinträge veröffentlicht. Sie geben einen besonderen Einblick in den Kriegsalltag.
Der ukrainische DJ und Produzent Yuriy Gurzhy spricht über sein Projekt „New Donbass Symphony”, eine Musikproduktion mit ukrainischen Teenagern aus der Ostukraine. Ein Interview von Yelizaveta Landenberger
Die russischen Angriffe auf Babyn Jar und andere symbolträchtige Orte und Kulturdenkmäler in der Ukraine ähneln den Praktiken der sowjetischen Führung und zeigen: Mit der Zerstörung der ukrainischen Kultur versucht...
Mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine ist auch das kulturelle Erbe des Landes bedroht. Beim Beschuss von Städten und Ortschaften besteht die unmittelbare Gefahr, dass Museen und Baudenkmäler...
Die MMA-Kämpferin Yuliya hat ihren Freund im Krieg in der Ostukraine verloren. Sie setzt auf eine neue Beziehung, um ihr Leben voranzubringen. Eine Filmkritik von Nicole Jundt.
Das Ukrainische Filmfestival in Berlin wurde mit „This Rain Will Never Stop“ eröffnet – einem kraftvollen und stilvollen Dokumentarfilm in Schwarz-Weiß, der an die Kriege in der Ukraine und Syrien...
Niemand ist bereit für die Pubertät. Erwachsene schon gar nicht. Doch sie sind es, die Kinofilme über uns drehen. Gelingt es Kateryna Gornostai, die Welt der Teenager von heute zu...
Der vielfach ausgezeichnete Odesaer Pianist Alexey Botvinov spricht im Interview mit „Ukraine Verstehen“ über seinen Schaffensweg, seine Verbindung zu Deutschland, über den Erfolg des „Odessa Classics“ Festivals, sowie über seine...
Etwa 24.000 Menschen mit ukrainischer Migrationsgeschichte leben mittlerweile in Berlin. Aktives ukrainisches Leben hat es hier seit dem 19. Jahrhundert gegeben – divers, bunt und einzigartig, von der Wissenschaftlerin bis...
In Zusammenarbeit mit CineMova und der Deutsch-Ukrainischen Akademischen Gesellschaft haben wir zur Vorstellung der Karte „Ukrainische Orte in Berlin“ eingeladen. Die Karte wird am Montag, 6. September, bei „Ukraine verstehen“ veröffentlicht.
Sie hat in vielen Ländern gelebt, doch sie ist immer wieder in ukrainische Dörfer zum Fotografieren zurückgekehrt. Die alten Menschen dort sind für sie die letzten verbliebenen Zeugnisse der einst...
Die ukrainische Regierung revidiert das Budget des Landes, um die Folgen der Coronavirus-Pandemie und der Quarantänebeschränkungen zu bewältigen. Der erste Gesetzesentwurf zur Kürzung sah wesentliche Budgetstreichungen im Kulturbereich vor. Zur...
Vor einem Jahr war Aljona Sawranenko noch Kindergärtnerin in der Provinz. Inzwischen ist die 28-jährige Rapperin die Musik-Sensation der Ukraine. Ein Treffen in Kyjiw.
Mit einigen globalen Hits wie Plakala von KAZKA und vielen bemerkenswerten lokalen Akts ist die ukrainische Musik derzeit erfolgreicher denn je. Und die Zukunftsaussichten könnten trotz des zum Teil weggefallenen...
Seit einigen Jahren erscheinen auf den Wänden von Kyjiwer Häusern immer mehr große dekorative Wandmalereien. Sind diese Malereien eine Bereicherung des öffentlichen Raums? Ein kritischer Kommentar von Evgeniya Molyar.
Reist man durch die Ukraine, fallen einem überall im Land große, bunte, oft eindrucksvolle Mosaiken auf. Was hat es damit auf sich und wieso werden in jüngerer Zeit immer mehr...
Oleg Senzow befindet sich im unbefristeten Hungerstreik. Was bedeutet das für die ukrainisch-russischen Beziehungen – und was sagt das über den Zustand der Kultur in Russland aus? Eine russische Perspektive...
In der Sowjetunion wurde Kunst zensiert – ein Thema, das aktuell die ukrainische Kunstszene beschäftigt. Zwei Vorfälle in jüngerer Zeit haben die Diskussion neu entfacht. Von Yevgenija Belorusets
Wie lebt es sich eigentlich für die Jugend in den umkämpften Gebieten des Donbas‘? Eine Schülerin berichtet von kulturellem Engagement, Schulunterricht im Keller und dem Traum vom Großstadtleben.
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