„Die Logistik der russischen Truppen lahmlegen“

Presseschau ukrainischer Medien | 20. Mai bis 16. Juni 2026
Russlands logistischer Lockdown
Polen und Ukraine: Alte Konflikte neu entfacht
Mobilisierung: Neue Regeln für den Kriegsdienst in der Ukraine
Russlands logistischer Lockdown
Seit Ende Mai greift die Ukraine verstärkt russische Infrastruktur an und nimmt gezielt Raffinerien und Öldepots ins Visier. Aufsehenerregend waren die Angriffe in St. Petersburg vor und nach dem dortigen Wirtschaftsforum, einem zentralen Treffen der russischen Elite. Die Folgen spüren viele, an zahlreichen Tankstellen im europäischen Teil Russlands ist bereits der Treibstoff knapp. Gleichzeitig hat Kyjiw auch die Angriffe auf militärisch wichtige Ziele in den besetzten Gebieten intensiviert. Zerstörte Brücken und ausgebrannte Tanklastwagen haben auf der Krim massive Logistikprobleme ausgelöst, die Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow als „logistischen Lockdown“ bezeichnete.
„Je mehr wir zerstören, desto seltener greifen sie an“
In der Ukrajinska Prawda erklärt Verteidigungsminister Fedorow, dass Angriffe mittlerer Reichweite vor allem Russlands Logistik an der Front schwächen sollen:
„‚Unsere Aufgabe ist es, den Druck auf die Russen im Hinterland weiter zu erhöhen und ihnen die Fähigkeit zu nehmen, Angriffe zu starten. In den vergangenen Monaten haben wir viermal soviel feindliche Logistik, Lager, Ausrüstung, Kommandostellen und Nachschubwege im Hinterland zerstört [wie zuvor]. Die Daten zeigen klar: Je mehr russische Logistik wir zerstören, desto seltener greifen sie an der Front an‘, erklärte Fedorow.
Er fügte hinzu, Verteidigungsministerium […] und Generalstab hätten zusätzlich fünf Milliarden Hrywnja [knapp 100 Millionen Euro] bereitgestellt, um modernes Gerät für Angriffe mittlerer Reichweite [sog. middle strikes] zu beschaffen.“
„Die gesamte Logistik der russischen Truppen lahmlegen“
In LB wiederum spricht der Vizechef des Militärgeheimdienstes HUR, Vadym Skibitskyi, über die zunehmende Wirkung ukrainischer deep strikes [Luftschläge tief in gegnerischem Staatsgebiet] gegen russische Raffinerien und Militärbasen:
„‚Die Statistik belegt, dass unsere deep strikes wirken. Die Folgen der Angriffe für die russische Wirtschaft beliefen sich zunächst auf 15 Prozent, dann auf 18 Prozent, aktuell sind es 24 Prozent. Nach den Ölraffinerien […] [werden wir nun] das gesamte logistische Versorgungssystem lahmlegen, vor allem das der russischen Truppenverbände. Das wird unter anderem zur Stabilisierung der Frontlinie beitragen‘, betonte Vadym Skibitskyi.
Seinen Angaben zufolge setzen deep strikes und Angriffe mittlerer Reichweite getroffene Ziele für mindestens drei Monate außer Betrieb.
‚Die […] russischen Systeme zur Erdölverarbeitung sowie im Brennstoff- und Energiesektor sind sehr groß und komplex [...]. Wir zielen auf ihre empfindlichsten Objekte und Elemente. Und wir arbeiten, wie Sie sehen, konsequent und ununterbrochen‘, [erklärte er].“
„Eigene ballistische Raketen in großer Zahl“
Hromadske weist darauf hin, dass eigene Marschflugkörper oder ballistische Raketen Russlands Raffinerien weitaus härter treffen könnten als Drohnen:
„Drohnen erfüllen zwar ihren Zweck, doch ihre Sprengköpfe (50–100 kg) reichen nicht aus, um massive Bauwerke vollständig zu zerstören. Hauptziel sind in der Regel die Rektifikationskolonnen – die höchsten Türme einer Raffinerie, in denen Rohöl in Benzin, Diesel und Flugbenzin getrennt wird. Ohne diese zentrale Komponente funktioniert keine Raffinerie, doch leichte Drohnen beschädigen meist nur deren äußere Bauteile oder verursachen kurzzeitige Brände. Das ukrainische Raketenprogramm könnte die Situation grundlegend ändern.
[Der Präsident des Zentrums für Globale Studien Strategie XXI] Mykhailo Honchar betont, schwere Angriffswaffen wie einheimische Marschflugkörper oder ballistische Raketen (etwa eine modifizierte Neptun) würden die Zerstörung auf ein anderes Level heben:
‚Wenn eine Rakete einschlägt, […] deren Gefechtskopf eine ganze Tonne oder sogar mehr wiegt, dann kann eine Anlage nach einem solchen Schlag bereits irreparabel sein, nur noch Metallschrott. Und was wird die Russische Föderation dann tun? Sie wird entscheiden, ob sie sie wieder aufbaut oder eine neue Rektifikationskolonne errichtet und dafür Material kauft. […] Das wird rund ein oder zwei Jahre dauern.‘
Der Militär- und Luftfahrtexperte Anatolii Khrapchynskyi geht davon aus, dass die Ukraine bereits bis Ende des Jahres eigene ballistische Raketen in großer Zahl einsetzen kann, obwohl fehlende staatliche Finanzierung […] [Forschung und Entwicklung] bremst.
Polen und Ukraine: Alte Konflikte neu entfacht
Im Streit um die Massaker in Wolhynien und Ostgalizien gab es zuletzt zwar eine vorsichtige Annäherung zwischen Polen und der Ukraine, etwa bei der gemeinsamen Suche nach den Toten der 1940er Jahre. Doch der Konflikt bleibt hoch aufgeladen. Während die Ukraine die Verbrechen bis heute oft einfach als Tragödie bezeichnet, spricht Polen von Genozid. Zwischen 1943 und 1945 hatten Einheiten der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) je nach Quelle zwischen 50.000 und 100.000 polnische Zivilist:innen getötet. Bei polnischen Vergeltungsaktionen kamen 10.000 bis 15.000 Ukrainer:innen ums Leben. Wie tief die Verletzungen sitzen, zeigen die scharfen Reaktionen führender polnischer Politiker und die breite Empörung in der Gesellschaft nach der Entscheidung Selenskyjs, eine ukrainische Militäreinheit nach der UPA zu benennen.
„Keine antipolnischen Hintergedanken“
Die Jewropejska Prawda erläutert die Gründe für die Entscheidung des ukrainischen Präsidenten:
„Seit Februar 2022 zeigen Umfragen, dass die meisten Menschen in der Ukraine die UPA kennen und befürworten, ihre Mitglieder als Kämpfer für die Unabhängigkeit anzuerkennen. In der ukrainischen Geschichtspolitik wird stark hervorgehoben, dass die Aufständischen sowohl gegen die Kommunisten als auch gegen die Nazis kämpften. Das stärkt die positive Haltung der Gesellschaft gegenüber der UPA zusätzlich.
In den Streitkräften der Ukraine dienen Menschen mit ganz unterschiedlichen Weltanschauungen und Ansichten zur Geschichte. Viele von ihnen legen jedoch Wert darauf, sich bewusst zu machen, dass das Land, das sie verteidigen, eine eigene Kriegsgeschichte hat. Und dazu gehört auch der langjährige Widerstand der UPA gegen das sowjetische System. Die Lieder der UPA sind […] populär, weil es darin um den Kampf gegen diejenigen geht, die das Militär auch heute [wieder] bekämpft. Die Zeit ist eine andere – der Feind ist derselbe.
Dass eine ukrainische Einheit den Namen von UPA-Helden tragen wollte und Präsident Selenskyj dem zugestimmt hat, spiegelt lediglich diese ukrainische Realität wider. Da gibt es keine Hintergedanken, wie man in Polen fälschlicherweise unterstellt.“
„Zynischer Umgang mit polnischem Leid“
Babel sprach mit dem polnischen Historiker Łukasz Adamski darüber, warum das Thema in Polen derzeit so heftige Kritik auslöst:
„‚Die Unzufriedenheit mit Wolodymyr Selenskyjs Erlass ist nicht deshalb [groß], weil die Ukraine und Polen die Geschichte unterschiedlich interpretieren würden, sondern weil der Eindruck [entsteht], er missachte den Schmerz der Menschen in Polen und das Gedenken an die Opfer der UPA. Tatsächlich geht es dabei auch um Würde: Was darf die Ukraine tun, und wie soll Polen darauf reagieren? In der Ukraine will die herrschende Elite die Erinnerungspolitik eigenständig gestalten und selbst entscheiden, wer als Held gilt und wer nicht. Die polnische Gesellschaft hingegen empfindet solche Schritte als Missachtung der Opfer der Ukrainischen Aufstandsarmee und als zynischen Umgang mit polnischem Leid. Die Menschen in Polen erwarten, dass Kyjiw ihre Empfindlichkeiten respektiert und zumindest kein Öl ins Feuer gießt. Die Ukraine sollte anerkennen, dass die UPA für Pol:innen, deren Angehörige in Wolhynien starben, kein Symbol des Widerstands gegen Moskau ist, sondern ein historisches Trauma [verkörpert].‘“
„Wir schulden einander nichts“
Oleksandr Alforov, Leiter des Ukrainischen Instituts für Nationales Gedenken, kommentiert die polnisch-ukrainischen Spannungen in einem Interview mit Censor.net grundsätzlich:
„Ich sage es mal so: Die Polen und wir sind seit mehr als tausend Jahren Nachbarn. Familien freuen sich, wenn sie einen 50. Hochzeitstag feiern – und haben dabei oft mehr als eine Leiche im Keller. Und hier geht es um ganze Völker. Mehr noch: Wir sind nicht einfach nur Nachbarn. Wir sind zwei Völker, die sich diese Gebiete im Lauf der Geschichte zurückerobert haben. Zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert ist hier kein anderer Staat entstanden. Weder die Teutonen noch die Goldene Horde haben uns verdrängt. Wenn wir also über die Angelegenheiten [unserer] beiden Völker sprechen, müssen wir begreifen, wie komplex und vielschichtig diese Fragen sind. Man sollte nicht glauben, unsere Beziehungen seien einfach gut oder schlecht. Es sind die Beziehungen zweier Völker, und die sind [ganz] unterschiedlich. Wir schulden einander nichts. Und gerade weil unsere Beziehungen so vielgestaltig sind, erleben wir mal Annäherung, mal Distanz.“
Mobilisierung: Neue Regeln für den Kriegsdienst in der Ukraine
Am 12. Juni kündigte das ukrainische Verteidigungsministerium neue Regeln für Mobilisierung und Militärdienst an. Armeeangehörige sollen mehr verdienen, in der Infanterie sogar doppelt so viel wie bisher. Einheitswechsel, Rückkehr nach unerlaubtem Fernbleiben und Entlassung nach mehreren Dienstjahren sollen einfacher werden. Außerdem plant der Staat, gezielt Kämpfer aus dem Ausland zu rekrutieren. Ob der Dienst dadurch attraktiver wird, ist umstritten.
„Vor den Kopf gestoßen“
Hromadske berichtet, viele altgediente Soldat:innen hielten die Reform für ungerecht:
„‚Momentan sieht es für die Leute so aus, als ob sie nie wieder aus dem Militär herauskommen, wenn sie einmal eingezogen wurden. Wir […] eröffnen ihnen neue Perspektiven für den Militärdienst, und zwar klar und verständlich‘, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister, Mstyslav Banik, bei einem Pressegespräch – und benutzte dabei 15 Mal das Wort ‚Gerechtigkeit‘.
Doch gerade jene Soldat:innen, die am längsten in der Armee dienen, merken von dieser Gerechtigkeit nichts. Sie finden, diese Reform berücksichtige ihre Interessen nicht.
‚Aus Sicht einer Person, die [erst] im Jahr 2026 aufgewacht ist und beschlossen hat, sich zum Militärdienst zu melden, sind diese Bedingungen nicht schlecht. Aber alle, die [langjährige] Diensterfahrung haben, stößt das ziemlich vor den Kopf ‘, sagt Ihor Lutsenko, Kommandeur einer Drohneneinheit.
‚Wenn du seit 2022 kämpfst und jetzt einen Vertrag über weitere zwei Jahre unterschreibst, wirst du 2028 aus dem Dienst entlassen. Bist Du [erst] gestern zur Truppe gekommen und unterschreibst für zwei Jahre, gehst du [ebenfalls] 2028. Meine Herren, seid ihr da drüben überhaupt noch bei Verstand?!‘, klagt Dmytro Ivanov, Infanterie-Offizier bei der Marine.“
„Die beste Motivation ist Geld“
Ein Soldat, der 2022 aus Polen zurückkehrte, um seine Heimat zu verteidigen, und derzeit bei Pokrowsk kämpft, betont im Gespräch mit Liga, dass die Reform zumindest die Bedeutung finanzieller Anreize richtig erkenne:
„‚Die beste Motivation ist Geld [...]. Die meisten Menschen, die wirklich den brennenden Wunsch hatten, das Land zu verteidigen, sind längst in den Krieg gezogen. Viele von ihnen sind gefallen. Deshalb sind derzeit Geld, die Gewissheit, dass die eigene Familie versorgt sein wird sowie staatliche Vergünstigungen und [soziale] Garantien die beste Motivation [...].“
„Versteht den Unterschied!“
Der ukrainische Abgeordnete und SBU-Oberst Roman Kostenko erklärt gegenüber Censor.net, die Rekrutierung von Ausländern könne den Infanteriemangel lindern, aber nicht beheben:
„‚Wenn die Rede von 50 Prozent Ausländern an der Nulllinie [an vorderster Front] ist, rechne ich damit, dass etwa 15.000 bis 20.000 Menschen angeworben werden sollen. Lässt sich eine solche Menge schrittweise in die Ukraine holen? Wenn man ein entsprechendes Programm auflegt, ja – das ist einfache Mathematik. Doch ich bezweifle stark, dass Ausländer unsere Soldaten wirklich ersetzen können. Ich habe selbst mit ihnen gekämpft […]. Zu Beginn des [landesweiten] Krieges kämpfte eine belarusische Einheit an besonders schwierigen Frontabschnitten. Später hörte ich sie sagen […]: ‚Wir sind nicht gekommen, um eure Arbeit für euch zu erledigen. Das ist euer Krieg! Wir sind gekommen, um euch dabei zu helfen, euer Land zu verteidigen. Versteht den Unterschied!‘“
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Ukrainische Medien
Die Online-Zeitung Ukrajinska Prawda veröffentlicht als regierungskritisches Medium investigative Artikel und deckte auch Korruptionsfälle innerhalb der ukrainischen Regierung auf. Sie zählt zu den meistgenutzten Nachrichtenportalen der Ukraine.
Die Ukrajinska Prawda wurde im Jahr 2000 vom ukrainisch-georgischen Journalisten Heorhij Gongadse gegründet, der im darauffolgenden Jahr – angeblich auf Veranlassung des damaligen Präsidenten Leonid Kutschma – ermordet wurde. Die heutige Chefredakteurin ist die bekannte ukrainisch-krimtatarische Journalistin Sevgil Musaieva.
Im Mai 2021 verkaufte die damalige Eigentümerin Olena Prytula 100 Prozent der Anteile an Dragon Capital, eine ukrainische Investment-Management-Gesellschaft, die vom tschechischen Unternehmer Tomáš Fiala geleitet wird.
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Das Online-Nachrichtenportal und ‑Fernsehen Hromadske finanziert sich über Crowdfunding bei seinen Leserinnen und Lesern, Spenden, Werbung und über für andere Medien aufgenommene Videos.
Hromadske wurde als NGO mit dazugehörigen Online-Medien im November 2013 mit Beginn des Euromaidan gegründet. Die jetzige Chefredakteurin ist die ukrainische Journalistin Jewhenija Motorewska, die sich zuvor mit dem Thema Korruption in ukrainischen Strafverfolgungsbehörden befasst hat.
Die Weiterentwicklung von Hromadske wird von einem Vorstand vorangetrieben, der aus sieben prominenten ukrainischen Persönlichkeiten besteht, darunter Nobelpreisträgerin Oleksandra Matwijtschuk.
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Der ukrainische Fernsehsender mit Online-Nachrichtenportal, dessen Chefredakteurin die ukrainische Journalistin Chrystyna Hawryljuk ist, wird finanziell von der ukrainischen Regierung unterstützt. In diesem Zusammenhang hat sich die Website einer ausgewogenen Berichterstattung verpflichtet.
Das renommierte Institute of Mass Information führte Suspilne.Novyny im September 2021 auf der sogenannten „weißen Liste“ ukrainischer Medien, die ein sehr hohes Niveau an zuverlässigen Informationen bieten.
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NV ist eine Print- und Online-Zeitschrift, deren Schwerpunkt auf Nachrichten aus dem Ausland und der ukrainischen Politik liegt. Zu den Hauptthemen zählen die internationale Unterstützung der Ukraine, Korruption sowie die künftige Entwicklung des Landes. Die Online-Ausgabe veröffentlich oft Artikel renommierter ausländischer Medien wie The Economist, The New York Times, BBC und Deutsche Welle. Die Zeitschrift erscheint freitags als Druckausgabe auf Ukrainisch, die Website ist auf Ukrainisch, Russisch und Englisch verfügbar. NV gilt als eine der zuverlässigsten Nachrichtenquellen in der Ukraine.
NV wurde im Jahr 2014 – ursprünglich unter dem Namen Nowjoe Wremja („Die neue Zeit“) – vom ukrainischen Journalisten Witalij Sytsch gegründet, der die Chefredaktion übernahm. Zuvor arbeitete Sytsch bei dem ebenfalls populären Magazin Korrespondent. Er verließ Korrespondent, nachdem es an Serhij Kurtschenko – einen Janukowytsch nahestehenden Oligarchen aus Charkiw – verkauft worden war. NV gehört zum Verlagshaus Media-DK, dessen Eigentümer der tschechische Unternehmer Tomáš Fiala ist.
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Dserkalo Tyschnja liefert Hintergrundberichte und Analysen; das Themenspektrum umfasst politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Themen. Die Zeitung betrachtet die ukrainische Politik und deren Akteure in einem internationalen Zusammenhang. Dserkalo Tyschnja steht auf der „weißen Liste“ ukrainischer Medien, die zuverlässige Informationen liefern.
Dserkalo Tyschnja ist eine der ältesten ukrainischen Zeitungen und erschien zuerst 1994. Seit 2020 ist die Zeitung nur noch online verfügbar: auf Ukrainisch, Russisch und Englisch. Chefredakteurin ist die bekannte ukrainische Journalistin Julija Mostowa, Ehefrau des ehemaligen ukrainischen Verteidigungsministers Anatolij Hrysenko.
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Das Online-Magazin LB gehört zum Horschenin-Institut, einer ukrainischen Denkfabrik, die sich mit politischen und gesellschaftlichen Prozessen in der Ukraine und der Welt beschäftigt. LB hat sich auf Interviews spezialisiert; häufige Themen sind die ukrainische Innen- und internationale Politik sowie soziale Fragen in der Ukraine.
LB wurde im Juni 2009 unter dem Namen Liwyj Bereh gegründet, Chefredakteurin Sonja Koschkina hat seit 2018 einen eigenen Youtube-Kanal „KishkiNA“, auf dem sie Interviews mit verschiedenen Personen veröffentlicht.
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Der Eigentümer des Nachrichtenportals ist die ukrainische unabhängige Mediaholding Ligamedia, deren Geschäftsführer Dmytro Bondarenko ist.
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Censor präsentiert sich als Website mit „emotionalen Nachrichten“. Der Fokus liegt vor allem auf innenpolitischen Entwicklungen. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine sind viele Beiträge den Ereignissen an der Front und den ukrainischen Streitkräften gewidmet. Censor ist auf drei Sprachen verfügbar: Ukrainisch, Russisch und Englisch.
Das Nachrichtenportal Censor wurde 2004 vom bekannten ukrainischen Journalisten Jurij Butusow gegründet und zählt zu den populärsten Nachrichtenseiten des Landes. Butusow gilt als scharfer Kritiker von Präsident Selenskyj. Er erhebt schwere Vorwürfe in Bezug auf Korruption innerhalb der ukrainischen Regierung, schlechte Vorbereitung auf den Krieg gegen Russland und unbefriedigende Verwaltung der Armee. Butusow wird von über 400.000 Menschen auf Facebook gelesen. Seine Posts auf dem sozialen Netzwerk haben enormen Einfluss und lösen hitzige Diskussionen aus.
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