US-Präsident Donald Trump trat seine zweite Amtszeit mit dem Versprechen an, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine innerhalb kürzester Zeit zu beenden. Es folgten markige Worte und Ultimaten – doch statt ernsthaft zu verhandeln, verstärkte Russland seine Angriffe und die Zahl ziviler Opfer in der Ukraine stieg. Diese Artikelserie analysiert die Äußerungen des US-Präsidenten im Jahr 2025 und zeichnet das Scheitern des selbsternannten Friedensstifters nach. (1/3)
Vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion ziehen Ralf Fücks und Marieluise Beck Bilanz: Putins Kriegsziele sind unverändert, Scheinverhandlungen bieten keinen Ausweg. Europa steht vor der Entscheidung, endlich entschlossen zu handeln – für die Ukraine und die eigene Sicherheit.
Die russische Armee rückt langsam, aber stetig vor; hunderttausende Menschen verharren ohne Wasser und Wärme und die USA als strategischen Partner Nummer eins gibt es nicht mehr – vier Jahre nach dem russischen Großangriff ist die Lage der Ukraine ernster als je. Doch die Armee hält den Angriffen trotz massiver Personalprobleme stand und Präsident Selenskyj hat mit den jüngsten Umbesetzungen für innenpolitische Stabilität gesorgt.
Russland begann seinen Krieg vor zwölf, nicht vor vier Jahren. Das anzuerkennen sei unabdingbar, um die richtigen politischen Schlussfolgerungen zu ziehen, argumentiert Nataliya Pryhornytska.
Presseschau ukrainischer Medien | 4. bis 17. Februar 2026:
Stimmungswandel in München +++ Neue Chefs, neue Hoffnungen? +++ Dauernotstand im Rentensystem
Der 2014 von Russland begonnene Krieg gegen die Ukraine hat Millionen von Menschen zur Flucht innerhalb des Landes gezwungen. Mit den Binnenvertriebenen kam aber auch die Wertschätzung der kulturellen Vielfalt der Ukraine. Diese ist eine echte Bereicherung, weiß Viktoria Savchuk aus eigener beruflicher Erfahrung.
Die ukrainische Luftwaffe hat einen neuen stellvertretenden Kommandeur: Pawlo Jelisarow, bislang Kopf einer der besten Drohnenabwehrtrupps, soll die unterschiedlichen Systeme der Luftabwehr zusammenführen und einen einheitlichen „Drohnenabwehrschirm“ errichten. Jelisarow, im Management genauso erfahren wie im Militär, ist dafür der richtige Mann. Doch ohne westliche Unterstützung kann auch er das Überleben seines Landes nicht sichern.
Presseschau ukrainischer Medien | 21. Januar bis 3. Februar 2026:
Kyjiws Kälteschock: Klitschko unter Druck +++ Neues Ziel Saporischschja? +++ Europas Aufrüstung nimmt Fahrt auf
Personalmangel, Korruption, Erschöpfung – ohne die Unterstützung ihrer Partner kann die Ukraine die Probleme bei der Mobilisierung im vierten Jahr des landesweiten Krieges nicht lösen. Westliche Staaten sollten nicht nur Langstreckenwaffen liefern und den ukrainischen Luftraum schützen, sie könnten auch bei der Versorgung von Verwundeten und im Kampf gegen die Korruption helfen.
Der Artikel fasst die Ergebnisse eines aktuellen SCEEUS-Berichts zusammen.
Die Ukraine benötigt das größte Wiederaufbauprogramm Europas seit dem Zweiten Weltkrieg, mit geschätztem Bedarf von 524 Milliarden US-Dollar. Ein neuer Policy Brief des Direktors des United Ukraine Think Tank, Igor Popov, skizziert strategische Prioritäten, die über Wiederaufbau hinausgehen und gegenseitigen Nutzen für Ukraine und Europa schaffen.
Wie kann der EU-Beitrittsprozess der Ukraine in einem zunehmend blockierten politischen Umfeld vorangebracht werden? Dieser Frage geht das Policy Paper „Charting Ukraine’s EU Path – Engaging with Member States“ nach. Die Studie analysiert, warum die stärkere Einbindung der EU-Mitgliedstaaten zu einer zentralen Voraussetzung für Fortschritte im Erweiterungsprozess geworden ist – und wie Kyjiw und Brüssel ihre Strategien entsprechend anpassen können.
Die marode und vom Krieg beschädigte Verkehrsinfrastruktur der Ukraine muss erneuert werden. Auch deutsche Unternehmen können eine proaktive Rolle einnehmen.
Wie kann man die ukrainische Energie-Infrastruktur trotz der anhaltenden gezielten Luftangriffe auf sie wiederherstellen? Derzeit konkurrieren zwei verschiedene Denkweisen miteinander. Die erste basiert auf Zentralisierung und politischer Lenkung und strebt eine Rekonstruktion des bisherigen Modells an, die zweite ist hingegen dezentral orientiert, auf Resilienz ausgelegt und steht für den Ausbau von Energiesystemen auf kommunaler Ebene.
Presseschau ukrainischer Medien | 7. bis 20. Januar 2026:
Kälte und Luftangriffe treffen Kyjiw hart +++ Strafverfahren gegen Julija Timoschenko +++ Neue Minister für Verteidigung und Energie
Wie kann der EU-Beitrittsprozess der Ukraine in einem zunehmend blockierten politischen Umfeld vorangebracht werden? Dieser Frage geht das Policy Paper „Charting Ukraine’s EU Path – Engaging with Member States“ nach. Die Studie analysiert, warum die stärkere Einbindung der EU-Mitgliedstaaten zu einer zentralen Voraussetzung für Fortschritte im Erweiterungsprozess geworden ist – und wie Kyjiw und Brüssel ihre Strategien entsprechend anpassen können.
Mal kein trockenes Sachbuch, sondern ein Comic, der die grausame Gegenwart zu erklären versucht: „Eine kurze Geschichte eines langen Krieges“ verwebt gekonnt historische Exkurse mit Schilderungen des entbehrungsreichen Alltags der Menschen im Krieg. Es ist eine der ersten ukrainischen Graphic Novels auf dem deutschen Buchmarkt.
Fast vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion zieht der Historiker Jan Claas Behrends eine historisch fundierte Bilanz – und warnt vor Illusionen über schnelle Verhandlungslösungen. Er zeigt, wie imperiale Traditionen, Gewaltpolitik und die Struktur des Putin-Regimes den Krieg prägen und warum Zugeständnisse an Moskau Eskalation begünstigen.
Im Superhumans Center in Lwiw werden ukrainische Veteran:innen nicht nur mit Prothesen ausgestattet, sondern erlangen auch mithilfe von Musiktherapie ihre Handlungsmacht zurück. „Wir geben den Veteranen einen Raum, um sich auszudrücken, zur Ruhe zu kommen und Stress abzubauen.“
Die neue Studie „Mietwohnungen in der Ukraine: Aktueller Stand und Herausforderungen” des Think Tanks Centre for Society Research (Cedos) offenbart viele Schwierigkeiten im privaten Mietsektor. Was bedeutet das für künftige Wiederaufbaumaßnahmen?
Eigentlich ist es ganz einfach: Jeder Euro, der in Militärhilfe und Flugabwehrsysteme investiert wird, rettet Menschenleben und spart Millionenhilfe beim Wiederaufbau und der Reparatur zerstörter Infrastruktur. Doch um das richtige Maß an Unterstützung für die Ukraine wird gerungen. Ein Beitrag zur Debatte.
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