Presseschau ukrainischer Medien | 7. bis 20. Januar 2026:
Kälte und Luftangriffe treffen Kyjiw hart +++ Strafverfahren gegen Julija Timoschenko +++ Neue Minister für Verteidigung und Energie
Wie kann der EU-Beitrittsprozess der Ukraine in einem zunehmend blockierten politischen Umfeld vorangebracht werden? Dieser Frage geht das Policy Paper „Charting Ukraine’s EU Path – Engaging with Member States“ nach. Die Studie analysiert, warum die stärkere Einbindung der EU-Mitgliedstaaten zu einer zentralen Voraussetzung für Fortschritte im Erweiterungsprozess geworden ist – und wie Kyjiw und Brüssel ihre Strategien entsprechend anpassen können.
Mal kein trockenes Sachbuch, sondern ein Comic, der die grausame Gegenwart zu erklären versucht: „Eine kurze Geschichte eines langen Krieges“ verwebt gekonnt historische Exkurse mit Schilderungen des entbehrungsreichen Alltags der Menschen im Krieg. Es ist eine der ersten ukrainischen Graphic Novels auf dem deutschen Buchmarkt.
Fast vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion zieht der Historiker Jan Claas Behrends eine historisch fundierte Bilanz – und warnt vor Illusionen über schnelle Verhandlungslösungen. Er zeigt, wie imperiale Traditionen, Gewaltpolitik und die Struktur des Putin-Regimes den Krieg prägen und warum Zugeständnisse an Moskau Eskalation begünstigen.
Im Superhumans Center in Lwiw werden ukrainische Veteran:innen nicht nur mit Prothesen ausgestattet, sondern erlangen auch mithilfe von Musiktherapie ihre Handlungsmacht zurück. „Wir geben den Veteranen einen Raum, um sich auszudrücken, zur Ruhe zu kommen und Stress abzubauen.“
Die neue Studie „Mietwohnungen in der Ukraine: Aktueller Stand und Herausforderungen” des Think Tanks Centre for Society Research (Cedos) offenbart viele Schwierigkeiten im privaten Mietsektor. Was bedeutet das für künftige Wiederaufbaumaßnahmen?
Eigentlich ist es ganz einfach: Jeder Euro, der in Militärhilfe und Flugabwehrsysteme investiert wird, rettet Menschenleben und spart Millionenhilfe beim Wiederaufbau und der Reparatur zerstörter Infrastruktur. Doch um das richtige Maß an Unterstützung für die Ukraine wird gerungen. Ein Beitrag zur Debatte.
Es mag überraschen, aber: Präsident Selenskyj kann aufatmen. Er steht unter starkem politischem Druck durch die USA und vor dem vermutlich schwersten Winter in der jüngeren Geschichte seines Landes. Aber er hat nach Korruptionsvorwürfen im Energiesektor eine heftige innenpolitische Krise gemeistert – und geht sogar gestärkt aus ihr hervor.
Presseschau ukrainischer Medien | 26. November bis 9. Dezember 2025:
Europa, das dösende Opfer? +++ Binnenvertriebene: Im eigenen Land auf der Flucht +++ Harte Weichenstellungen bei der Staatsbahn
Präsident Selenskyj hat seinen engsten Vertrauten entlassen, um die innenpolitische Stabilität des Landes zu erhalten. Denn zuletzt hatte sich sogar seine eigene Fraktion gegen den mächtigen Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, gestellt. Dessen Weggang wird massive Folgen haben – sowohl für die Innen- als auch für die Außenpolitik.
Analyse des Wiederaufbaus in der Ukraine unter Kriegsbedingungen: Herausforderungen für Energie, Verkehr und Wohnungsbau sowie Chancen für eine zukunftsfähige Infrastruktur.
Presseschau ukrainischer Medien | 12. bis 25. November 2025:
US-Plan: Droht ein erzwungener ‚Frieden‘? +++ Nachbeben des Korruptionsskandals in der Präsidentenpartei +++ Südfront: Russischer Vorstoß in der Region Saporischschja
Eigentlich ist es ganz einfach: Jeder Euro, der in Militärhilfe und Flugabwehrsysteme investiert wird, rettet Menschenleben und spart Millionenhilfe beim Wiederaufbau und der Reparatur zerstörter Infrastruktur. Doch um das richtige Maß an Unterstützung für die Ukraine wird gerungen. Ein Beitrag zur Debatte.
Die Nachricht vom Tod unserer Freundin und Partnerin Maryna Worontzowa erfüllt uns mit tiefer Trauer. Die Gründerin der Hilfsinitiative „Bez Sumnivu“ stand für unerschütterlichen Mut, Wahrhaftigkeit und gelebte Solidarität – bis zuletzt. Ihr Einsatz für die Menschen in der Ukraine, selbst unter Lebensgefahr, macht sie zu einem Sinnbild echter Menschlichkeit. Wir werden Maryna nie vergessen.
Der Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg bedarf enormer Anstrengungen und Investitionen. Gefragt ist nichts weniger als ein Marshallplan für das 21. Jahrhundert, der die Besonderheiten der ukrainischen Regionen genauso berücksichtigt wie Anforderungen an Transparenz und den verantwortlichen Umgang mit Hilfsgeldern.
Amtsniederlegungen und Sanktionen gegen vermeintliche Beteiligte ändern nichts daran: Es ist einer der größten Korruptionsskandale in der Geschichte der Ukraine – und möglicherweise ist das erst die Spitze des Eisbergs. Präsident Selensyj steht so stark unter Druck wie nie zuvor. Und doch ist, was passiert, im positiven Sinne bemerkenswert.
Die ukrainische Energiewirtschaft ist durch die massiven russischen Angriffe zum Testfeld für eine resiliente Energieversorgung geworden. Wo zentrale Netze versagen, entstehen flexible, dezentrale Lösungen, die inzwischen auch außerhalb der Ukraine erprobt werden. Modulare Systeme können Gemeinden, Krankenhäuser und Unternehmen selbst unter Extrembedingungen zuverlässig mit Strom und Wärme versorgen.
Im Schatten der jüngsten Enthüllungen droht es fast unterzugehen – doch der Fall von Wolodymyr Kudryzkyj schlug jüngst hohe Wellen. Ohne, dass stichhaltige Beweise vorlagen, wurde gegen den einstigen Chef des staatlichen Stromnetzbetreibers Ukrenerho ein Strafverfahren eröffnet, der Vorwurf: Veruntreuung und Amtsmissbrauch. Namhafte Akteur:innen der Zivilgesellschaft vermuten politische Motive und stellten sich hinter den Beschuldigten.
Auch nach einem Jahr hektischer Diplomatie, haben sich Ende 2025 die Kriegsziele Mos-kaus und Kyjiws kaum geändert. Europa – zunehmend auf sich alleine gestellt – hat we-der ein gemeinsames Kriegsziel noch eine klare Vorstellung davon, wie es zu erreichen wäre.
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