„Irans Russ­land-Wette führt zu natio­na­ler Katastrophe“

Wladimir Putin, Ali Chamenei
Foto: IMAGO /​ ZUMA Press Wire

Pres­se­schau ukrai­ni­scher Medien | 18. Februar bis 3. März 2026:
Was bedeu­tet der Krieg im Nahen Osten für die Ukraine?
Pipe­line-Kon­flikt: eine irrepa­ra­ble „Freund­schaft“
Ter­ror­an­schläge im ukrai­ni­schen Hinterland

Was bedeu­tet der Krieg im Nahen Osten für die Ukraine?

Seit dem 28. Februar eska­liert die Lage im Nahen Osten: Nach Luft­an­grif­fen der USA und Israels auf den Iran, bei denen dessen poli­ti­scher und reli­giö­ser Führer Ali Cha­menei getötet wurde, reagiert Teheran mit Ver­gel­tungs­schlä­gen – unter anderem gegen Ölför­der­an­la­gen in den Golf­staa­ten. Ukrai­ni­sche Medien dis­ku­tie­ren die Aus­wir­kun­gen auf den Krieg im eigenen Land.

„Die Nach­frage ist enorm, aber die US-Pro­duk­tion nicht“

Forbes warnt vor einem Mangel an hoch­ent­wi­ckel­ten PAC‑3-Len­kra­ke­ten für Patriot-Flug­ab­wehr­sys­teme – bislang die ein­zi­gen, mit denen sich bal­lis­ti­sche Raketen abfan­gen lassen:

„Robert Hamil­ton, Direk­tor [des Think Tanks] Dolphi Global und pen­sio­nier­ter Oberst der US-Armee, ist über­zeugt, dass die Unruhen im Nahen Osten den glo­ba­len Wett­be­werb um US-ame­ri­ka­ni­sche Abwehr­sys­teme ver­schär­fen werden.

‚Die Nach­frage ist enorm, aber die USA können die Pro­duk­tion dieser Raketen nicht ohne Wei­te­res erhöhen, ins­be­son­dere auf­grund der ein­ge­schränk­ten Lie­fer­ket­ten für Ziel­such­köpfe und Rake­ten­trieb­werke‘, sagt er. Die USA planten zwar, die Pro­duk­tion zu stei­gern, doch dieser Prozess dauere nor­ma­ler­weise Jahre.

PAC‑3 sei nur begrenzt ver­füg­bar und werde in den kom­men­den Monaten zu einer heiß begehr­ten Ware, bestä­tigt George Barros […] vom Insti­tute for the Study of War. Lie­fer­men­gen und Pro­duk­ti­ons­ra­ten von Rake­ten­ab­wehr­mu­ni­tion seien seit Jahren chro­nisch niedrig, erklärt er, und der Wett­be­werb zwi­schen den Betrei­bern der ein­zel­nen Systeme sei schon lange vor [den Angrif­fen auf den] Iran […] groß gewesen.“

„Irans Russ­land-Wette führt zu natio­na­ler Katastrophe“

NV ver­öf­fent­licht einen Social-Media-Post des Nah­ost­ex­per­ten Ihor Semi­vo­los, der kom­men­tiert, Russ­land habe den Iran im Stich gelas­sen und damit das Ver­trauen zwi­schen beiden Ländern zerstört:

„Russ­land hat gezeigt, dass es ein ‚Ver­bün­de­ter bis zur ersten ernst­haf­ten Bewäh­rungs­probe‘ ist. Die ira­ni­schen Eliten, ins­be­son­dere der prag­ma­ti­sche Flügel, spre­chen nun offen davon, dass die stra­te­gi­sche Wette auf Russ­land ein Fehler war, der zu einer natio­na­len Kata­stro­phe geführt hat. Tja, was soll man dazu sagen, ihr Spätzünder?“

„Putin pro­fi­tiert von stei­gen­den Ölpreisen“

Die Eko­no­mit­schna Prawda ana­ly­siert die Folgen stei­gen­der Ölpreise:

„‚Die Rus­si­sche Föde­ra­tion könnte von einem Rück­gang der ira­ni­schen [Öl-]Lieferungen an die Volks­re­pu­blik China pro­fi­tie­ren. Die Nach­frage Pekings wird sich wahr­schein­lich hin zu [rus­si­schem] Urals-Öl ver­la­gern […], was den wirt­schaft­li­chen Druck auf den Kreml etwas mindern würde‘, meinen Ana­lys­ten der [kana­di­schen Invest­ment­bank] TD Secu­ri­ties.

Vor dem Hin­ter­grund der Ereig­nisse im Iran zeigt auch Indien wieder Inter­esse an rus­si­schem Öl. Seit 2022 ist Neu-Delhi für Moskau ein wich­ti­ger Abneh­mer von Brenn­stof­fen, auch wenn es seine Ein­käufe unter dem Druck Washing­tons in letzter Zeit […] etwas redu­ziert hat.

‚Putin pro­fi­tiert vom [Iran-]Krieg durch stei­gende Ölpreise und eine größere Nach­frage nach seinem eigenen, mit Sank­tio­nen beleg­ten Öl. […]‘, gibt Bloom­berg-Kom­men­ta­tor Javier Blas zu bedenken.“

„Hier ist jeder auf sich allein gestellt“

Hro­madske hat in Dubai, der von ira­ni­schen Raketen und Drohnen ange­grif­fe­nen Haupt­stadt der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emirate, Ukrainer:innen nach ihren Ein­drü­cken aus einem wei­te­ren Krieg gefragt:

„Nach den ersten Explo­sio­nen begann Vero­nika Ost­rovska, [ukrai­ni­sches Model und Fern­seh­mo­de­ra­to­rin, die für zwei Wochen geschäft­lich nach Dubai gereist war], Ein­hei­mi­sche zu fragen, wie bei ihnen alles orga­ni­siert sei und ob sie genü­gend Was­ser­vor­räte hätten. Die Leute aber, sagt sie, ver­stün­den gar nicht, was Krieg bedeute.

‚Und über­haupt schlie­ßen sich die Men­schen hier nicht zusam­men, um etwas zu tun, so wie bei uns in den ersten Tagen des Krieges. Ich konnte erst nicht ver­ste­hen, warum. Jetzt habe ich es begrif­fen. In der Ukraine haben wir eine Idee und ein Gefühl der Einheit, weil wir für uns selbst kämpfen. Hier aber sind alle unter­schied­li­cher Natio­na­li­tät, jeder und jede ist auf sich allein gestellt.‘“

Pipe­line-Kon­flikt: Eine irrepa­ra­ble „Freund­schaft“

Nach einem rus­si­schen Angriff Ende Januar, bei dem auch eine Pump­sta­tion der Druschba-Pipe­line (russ. für „Freund­schaft”) getrof­fen wurde, über die noch immer rus­si­sches Öl nach Ungarn und in die Slo­wa­kei floss, steht der Betrieb nun still. Buda­pest und Bra­tis­lava drängen auf eine schnelle Repa­ra­tur und drohen mit Gegen­maß­nah­men. Ukrai­ni­sche Medien ana­ly­sie­ren die Hin­ter­gründe des Konflikts.

„Warum sollten wir Russ­land ermög­li­chen, Geld zu verdienen?“

Sus­pilne hat sich nach dem Stand der Repa­ra­tur­ar­bei­ten erkundigt:

„Offi­zi­ell kom­men­tiert die Ukraine den Stand der Repa­ra­tu­ren an der Druschba-Pipline derzeit nicht. Das Außen­mi­nis­te­rium erklärt ledig­lich, die Unter­bre­chung des Pipe­line-Betriebs sei einzig und allein durch rus­si­schen Beschuss ver­ur­sacht worden. Sus­pilne hat auch [den staat­li­chen Ener­gie­kon­zern] Naf­to­gaz um eine Stel­lung­nahme gebeten. Zum Zeit­punkt der Ver­öf­fent­li­chung lag noch keine Antwort des Unter­neh­mens vor.

Nach Ansicht von Volo­dymyr Omel­chenko [Direk­tor für Ener­gie­pro­gramme beim Ras­um­kow-Zentrum], hat die Ukraine weder in poli­ti­scher noch in sicher­heits­po­li­ti­scher oder finan­zi­el­ler Hin­sicht einen Vorteil von der Wie­der­auf­nahme des Druschba-Betriebs.

‚Warum sollten wir uns zusätz­li­che Pro­bleme schaf­fen, um wieder rus­si­sches Öl zu trans­por­tie­ren? Wie können wir dann noch […] von Sank­tio­nen reden? Warum sollten wir Russ­land ermög­li­chen, Geld zu ver­die­nen?‘, fragt Omel­chenko. Außer­dem könne die Ukraine so knappen Strom ein­spa­ren, den die Pumpen zum Wei­ter­trans­port des Öls in großem Umfang verbrauchen.“

„Orbán muss vor den Wahlen Stärke zeigen“

Ungarn und die Slo­wa­kei setzten unter anderem die Ausfuhr von Diesel in die Ukraine aus. Forbes führt diese dras­ti­sche Reak­tion auf innen­po­li­ti­sche Motive zurück – beson­ders in Ungarn:

„Der Haupt­grund für das Embargo auf Erd­öl­pro­dukte in Rich­tung Ukraine ist der unga­ri­sche Wahl­kampf vor den Par­la­ments­wah­len am 12. April. ‚Orbán muss vor den Wahlen zeigen, dass er stark ist und sich wehren kann‘, so ein Gesprächs­part­ner [aus diplo­ma­ti­schen Kreisen].

Für Orbán sei es zudem wichtig, anti­ukrai­ni­sche Stim­mun­gen zu schüren. Seine Partei Fidesz liegt in Umfra­gen zehn Prozent hinter ihrem stärks­ten Gegner, der Tisza-Partei von Péter Magyar. Bereits im ver­gan­ge­nen Früh­jahr hatte Orbán in seinem Wahl­kampf auf die anti­kukrai­ni­sche Karte gesetzt und den Weg der Ukraine in die EU blockiert […].“

„Test für die stra­te­gi­sche Reife Europas“

Die Jew­ro­pe­jska Prawda emp­fiehlt in aller Offen­heit, die Pipe­line gar nicht mehr zu repa­rie­ren, weil sie längst als rus­si­sches Druck­mit­tel diene:

„Während einige mit­tel­eu­ro­päi­sche Länder ver­su­chen, das frühere Koope­ra­ti­ons­mo­dell mit Russ­land auf­recht­zu­er­hal­ten, das auf [hohen] poli­ti­schen Kosten und kurz­fris­ti­gen kom­mer­zi­el­len Vor­tei­len beruht, baut der bedach­tere Teil des Kon­ti­nents ein System auf, das auf Resi­li­enz aus­ge­rich­tet ist und stra­te­gi­sche Risiken ver­rin­gern will.

So kün­digte etwa Denys Schmyhal, stell­ver­tre­ten­der Minis­ter­prä­si­dent und Ener­gie­mi­nis­ter der Ukraine, die Schaf­fung einer regio­na­len Koor­di­nie­rungs­platt­form für Ener­gie­si­cher­heit gemein­sam mit den bal­ti­schen Staaten, Polen, Finn­land, Däne­mark und Nor­we­gen an. Ziel ist es, einen ein­heit­li­chen Rahmen zur Risi­ko­be­wer­tung und Koor­di­nie­rung von Maß­nah­men an der nord­öst­li­chen Flanke der EU zu schaffen.

Die Druschba als aktiven Lie­fer­ka­nal zu erhal­ten, würde die Finanz­ströme in den rus­si­schen Haus­halt weiter fließen lassen und ein Modell der poli­ti­schen Abhän­gig­keit unter­stüt­zen. Die Pipe­line, die einst die Inte­gra­tion inner­halb des ‚sozia­lis­ti­schen Lagers‘ sym­bo­li­sierte, ist heute zu einem Test für die stra­te­gi­sche Reife Europas geworden.“

Ter­ror­an­schläge im ukrai­ni­schen Hinterland

Am 22. Februar erschüt­ter­ten kurz nach Mit­ter­nacht zwei Explo­sio­nen die Innen­stadt von Lwiw. Die Polizei war gerade erst per Notruf an den Ort gerufen worden, an dem dann selbst­ge­baute Spreng­sätze deto­nier­ten, die in einem Müll­ei­mer ver­steckt waren. Eine Poli­zis­tin starb bei dem Anschlag, rund 25 Men­schen wurden ver­letzt. Die Polizei sprach von einem Ter­ror­akt. Wenig später wurden Anschläge in Dnipro und Myko­la­jiw gemel­det. Prä­si­dent Selen­skyj warnte, ähn­li­che Angriffe, deren Urhe­ber­schaft Russ­land zuge­schrie­ben wird, könnten sich wiederholen.

„Psy­cho­lo­gi­sche Pro­gram­mie­rung über Tele­gram

Im Inter­view mit LB beschreibt der Chef der ukrai­ni­schen Kri­mi­nal­po­li­zei, Andrii Nie­by­tov, die Ver­däch­tige, die die Spreng­sätze ver­steckt haben soll:

„Viele Jahre fuhr sie zum Arbei­ten nach Polen; zuletzt nahm sie irgendwo eine Stelle an, kün­digte nach zwei, drei Tagen wieder, fand keinen Platz für sich. Sie ver­suchte auf allen mög­li­chen Wegen, Geld zu ver­die­nen. Und so kon­tak­tierte sie ein junger Mann über Tele­gram und bot ihr eine leichte Arbeit an – inklu­sive bezahl­ter Unter­kunft. Natür­lich sagen diese ‚Jungs von Tele­gram‘ nicht direkt, dass sie aus Russ­land sind und Sabo­ta­ge­akte vor­be­rei­ten – sie erzäh­len immer schöne Geschich­ten. Zum Bei­spiel, dass ihnen jemand Geld schul­det und sie sich rächen wollen. […] es ist ganz normale Psy­cho­lo­gie, man pro­gram­miert den Menschen. […]

Moderne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, allen voran Tele­gram, machen es möglich, unter Men­schen in schwie­ri­gen Lebens­la­gen willige Hand­lan­ger zu finden. Je schlech­ter seine wirt­schaft­li­che und soziale Situa­tion, desto anfäl­li­ger ist der Mensch. Und es gibt weitere Fak­to­ren: [kriegs­be­dingte] Umsied­lung [und Bin­nen­ve­trei­bung]; wenn jemand seine Wohnung ver­lo­ren hat, sein Geschäft, die Arbeit oder Ange­hö­rige. Beson­ders unter dem Druck solcher Umstände [lassen Men­schen sich anwer­ben] und führen Ter­ror­an­schläge [in rus­si­schem Auftrag] aus. Diese Frau kaufte Split­ter­ma­te­rial (Muttern), stellte eine [explo­sive] Mischung [aus Haus­halts­che­mi­ka­lien] her, legte die [selbst­ge­fer­tig­ten] Spreng­sätze – ihr war voll­kom­men bewusst, was sie da tat. Sie hat einen Weg gewählt, für den sie die Ver­ant­wor­tung über­neh­men muss.“

„Eine reine Terrorstrategie“

Die neue rus­si­sche Taktik richte sich nicht nur gegen die Ukraine, sondern ziele auch auf andere euro­päi­sche Länder, warnt der ehe­ma­lige stell­ver­tre­tende Chef des ukrai­ni­schen Inlands­ge­heim­diensts, Viktor Yahun, in einem Kom­men­tar, den NV übernimmt:

„Nach einem Notruf [und dem Ein­tref­fen] der Polizei zwei Explo­sio­nen hin­ter­ein­an­der her­bei­zu­füh­ren, ist eine klas­si­sche Methode von Sabo­ta­ge­grup­pen. [Soge­nannte Dop­pel­schläge] sollen die Ver­luste unter den Sicher­heits­kräf­ten maxi­mie­ren und einen psy­cho­lo­gi­schen Effekt erzeu­gen. So ope­rier­ten [die Ter­ro­ris­ten] des IS, fun­da­men­ta­lis­ti­sche Gruppen aller Rich­tun­gen sowie die Ein­hei­ten des [rus­si­schen Mili­tär­ge­heim­diens­tes] GRU in der Region Donezk in den Jahren 2014–2015. Wir sehen also eine Technik, die einer klaren Logik folgt – der Logik der Geheimdienste.

[…] Das Ziel des Ter­ror­an­schlags war nicht Lwiw als Stadt, sondern das ukrai­ni­sche Hin­ter­land. Lwiw ist ein Symbol der Sicher­heit eben­die­ses Hin­ter­lands und ein zen­tra­ler logis­ti­scher Kno­ten­punkt zwi­schen der Ukraine und der EU. Jeder Ter­ror­an­schlag dort sendet das Signal: ‚Wir können euch selbst in der West­ukraine treffen.‘ Das ist eine reine Ter­ror­stra­te­gie. Sie soll die Gesell­schaft demo­ra­li­sie­ren, die poli­ti­sche Führung unter Druck setzen und einen Infor­ma­ti­ons­ef­fekt in Europa haben.“

Anton Semyz­henko ist Redak­teur der eng­lisch­spra­chi­gen Ausgabe von babel.ua in Kyjiw mit über 15 Jahren Berufs­er­fah­rung als Jour­na­list im ukrai­ni­schen Medienbetrieb.

Chris­tian-Zsolt Varga ist freier Aus­lands­kor­re­spon­dent mit Schwer­punkt Ukraine, Ungarn und Europas Osten und berich­tet für ver­schie­dene euro­päi­sche Medien aus Kyjiw.

Ukrai­ni­sche Medien

Die Online-Zeitung Ukra­jinska Prawda ver­öf­fent­licht als regie­rungs­kri­ti­sches Medium inves­ti­ga­tive Artikel und deckte auch Kor­rup­ti­ons­fälle inner­halb der ukrai­ni­schen Regie­rung auf. Sie zählt zu den meist­ge­nutz­ten Nach­rich­ten­por­ta­len der Ukraine.

Die Ukra­jinska Prawda wurde im Jahr 2000 vom ukrai­nisch-geor­gi­schen Jour­na­lis­ten Heorhij Gon­gadse gegrün­det, der im dar­auf­fol­gen­den Jahr – angeb­lich auf Ver­an­las­sung des dama­li­gen Prä­si­den­ten Leonid Kut­schma – ermor­det wurde. Die heutige Chef­re­dak­teu­rin ist die bekannte ukrai­nisch-krim­ta­ta­ri­sche Jour­na­lis­tin Sevgil Mus­aieva.

Im Mai 2021 ver­kaufte die dama­lige Eigen­tü­me­rin Olena Prytula 100 Prozent der Anteile an Dragon Capital, eine ukrai­ni­sche Invest­ment-Manage­ment-Gesell­schaft, die vom tsche­chi­schen Unter­neh­mer Tomáš Fiala gelei­tet wird.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 69,6 Millionen

Das Online-Nach­rich­ten­por­tal und ‑Fern­se­hen Hro­madske finan­ziert sich über Crowd­fun­ding bei seinen Lese­rin­nen und Lesern, Spenden, Werbung und über für andere Medien auf­ge­nom­mene Videos.

Hro­madske wurde als NGO mit dazu­ge­hö­ri­gen Online-Medien im Novem­ber 2013 mit Beginn des Euro­mai­dan gegrün­det. Die jetzige Chef­re­dak­teu­rin ist die ukrai­ni­sche Jour­na­lis­tin Jewhe­nija Motorewska, die sich zuvor mit dem Thema Kor­rup­tion in ukrai­ni­schen Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den befasst hat.

Die Wei­ter­ent­wick­lung von Hro­madske wird von einem Vor­stand vor­an­ge­trie­ben, der aus sieben pro­mi­nen­ten ukrai­ni­schen Per­sön­lich­kei­ten besteht, dar­un­ter Nobel­preis­trä­ge­rin Olek­san­dra Matwijtschuk.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 2,8 Millionen

Der ukrai­ni­sche Fern­seh­sen­der mit Online-Nach­rich­ten­por­tal, dessen Chef­re­dak­teu­rin die ukrai­ni­sche Jour­na­lis­tin Chry­styna Hawryl­juk ist, wird finan­zi­ell von der ukrai­ni­schen Regie­rung unter­stützt. In diesem Zusam­men­hang hat sich die Website einer aus­ge­wo­ge­nen Bericht­erstat­tung verpflichtet.

Das renom­mierte Insti­tute of Mass Infor­ma­tion führte Suspilne.Novyny im Sep­tem­ber 2021 auf der soge­nann­ten „weißen Liste“ ukrai­ni­scher Medien, die ein sehr hohes Niveau an zuver­läs­si­gen Infor­ma­tio­nen bieten.

Suspilne.Novyny wurde im Dezem­ber 2019 gegrün­det und gehört zur Natio­na­len öffent­li­chen Rund­funk­ge­sell­schaft der Ukraine. Im Januar 2015 war die zuvor staat­li­che Rund­funk­an­stalt ent­spre­chend euro­päi­schen Stan­dards in eine öffent­li­che Rund­funk­ge­sell­schaft umge­wan­delt worden.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 7,4 Millionen

NV ist eine Print- und Online-Zeit­schrift, deren Schwer­punkt auf Nach­rich­ten aus dem Ausland und der ukrai­ni­schen Politik liegt. Zu den Haupt­the­men zählen die inter­na­tio­nale Unter­stüt­zung der Ukraine, Kor­rup­tion sowie die künf­tige Ent­wick­lung des Landes. Die Online-Ausgabe ver­öf­fent­lich oft Artikel renom­mier­ter aus­län­di­scher Medien wie The Eco­no­mist, The New York Times, BBC und Deut­sche Welle. Die Zeit­schrift erscheint frei­tags als Druck­aus­gabe auf Ukrai­nisch, die Website ist auf Ukrai­nisch, Rus­sisch und Eng­lisch ver­füg­bar. NV gilt als eine der zuver­läs­sigs­ten Nach­rich­ten­quel­len in der Ukraine.

NV wurde im Jahr 2014 – ursprüng­lich unter dem Namen Nowjoe Wremja („Die neue Zeit“) – vom ukrai­ni­schen Jour­na­lis­ten Witalij Sytsch gegrün­det, der die Chef­re­dak­tion über­nahm. Zuvor arbei­tete Sytsch bei dem eben­falls popu­lä­ren Magazin Kor­re­spon­dent. Er verließ Kor­re­spon­dent, nachdem es an Serhij Kur­tschenko – einen Janu­ko­wytsch nahe­ste­hen­den Olig­ar­chen aus Charkiw – ver­kauft worden war. NV gehört zum Ver­lags­haus Media-DK, dessen Eigen­tü­mer der tsche­chi­sche Unter­neh­mer Tomáš Fiala ist.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 27,1 Millionen

Dser­kalo Tyschnja liefert Hin­ter­grund­be­richte und Ana­ly­sen; das The­men­spek­trum umfasst poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che, soziale und kul­tu­relle Themen. Die Zeitung betrach­tet die ukrai­ni­sche Politik und deren Akteure in einem inter­na­tio­na­len Zusam­men­hang. Dser­kalo Tyschnja steht auf der „weißen Liste“ ukrai­ni­scher Medien, die zuver­läs­sige Infor­ma­tio­nen liefern.

Dser­kalo Tyschnja ist eine der ältes­ten ukrai­ni­schen Zei­tun­gen und erschien zuerst 1994. Seit 2020 ist die Zeitung nur noch online ver­füg­bar: auf Ukrai­nisch, Rus­sisch und Eng­lisch. Chef­re­dak­teu­rin ist die bekannte ukrai­ni­sche Jour­na­lis­tin Julija Mostowa, Ehefrau des ehe­ma­li­gen ukrai­ni­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters Ana­to­lij Hrysenko.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 4,7 Millionen

Das ukrai­ni­sche Online-Magazin Babel wurde im Sep­tem­ber 2018 gegrün­det. Das The­men­spek­trum umfasst soziale und poli­ti­sche Themen; beson­de­res Augen­merk gilt aber auch Nach­rich­ten aus der Wis­sen­schaft und über neue Technologien.

Nach dem 24. Februar 2022 wurde die zuvor eben­falls ange­bo­tene rus­si­sche Version der Website geschlos­sen. Statt­des­sen wird nun eine eng­li­sche Version ange­bo­ten. Babel finan­ziert sich über Spenden. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter von Babel enga­gie­ren sich in zahl­rei­chen Pro­jek­ten, die darauf abzie­len, die ukrai­ni­schen Streit­kräfte während des Krieges zu unterstützen.

Die Eigen­tü­mer des Online-Maga­zins sind der erste Chef­re­dak­teur Hlib Husjew, Kateryna Kober­nyk und das slo­wa­ki­sche Unter­neh­men IG GmbH.

Heute ist die ukrai­ni­sche Jour­na­listin Kateryna Kober­nyk Chef­re­dak­teurin von Babel.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 1,1 Millionen

Das Online-Magazin LB gehört zum Hor­schenin-Insti­tut, einer ukrai­ni­schen Denk­fa­brik, die sich mit poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Pro­zes­sen in der Ukraine und der Welt beschäf­tigt. LB hat sich auf Inter­views spe­zia­li­siert; häufige Themen sind die ukrai­ni­sche Innen- und inter­na­tio­nale Politik sowie soziale Fragen in der Ukraine.

LB wurde im Juni 2009 unter dem Namen Liwyj Bereh gegrün­det, Chef­re­dak­teu­rin Sonja Kosch­kina hat seit 2018 einen eigenen Youtube-Kanal „Kish­kiNA“, auf dem sie Inter­views mit ver­schie­de­nen Per­so­nen veröffentlicht.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 2 Millionen

Im Fokus des ukrai­ni­schen im Jahr 2000 gegrün­de­ten Online-Nach­rich­ten­por­tals LIGA stehen wirt­schaft­li­che, poli­ti­sche und soziale Themen. Seit 2020 steht LIGA auf der „weißen Liste“ ukrai­ni­scher Medien, die stets präzise Infor­ma­tio­nen und zuver­läs­sige Nach­rich­ten anbieten.

Chef­re­dak­teu­rin ist die ukrai­ni­sche Jour­na­lis­tin Julija Bankowa, die davor eine lei­tende Posi­tion bei dem Online-Magazin Hro­madske hatte.

Der Eigen­tü­mer des Nach­rich­ten­por­tals ist die ukrai­ni­sche unab­hän­gige Media­hol­ding Liga­me­dia, deren Geschäfts­füh­rer Dmytro Bon­da­renko ist.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 8,5 Millionen

Censor prä­sen­tiert sich als Website mit „emo­tio­na­len Nach­rich­ten“. Der Fokus liegt vor allem auf innen­po­li­ti­schen Ent­wick­lun­gen. Seit dem rus­si­schen Über­fall auf die Ukraine sind viele Bei­träge den Ereig­nis­sen an der Front und den ukrai­ni­schen Streit­kräf­ten gewid­met. Censor ist auf drei Spra­chen ver­füg­bar: Ukrai­nisch, Rus­sisch und Englisch.

Das Nach­rich­ten­por­tal Censor wurde 2004 vom bekann­ten ukrai­ni­schen Jour­na­lis­ten Jurij Butusow gegrün­det und zählt zu den popu­lärs­ten Nach­rich­ten­sei­ten des Landes. Butusow gilt als schar­fer Kri­ti­ker von Prä­si­dent Selen­skyj. Er erhebt schwere Vor­würfe in Bezug auf Kor­rup­tion inner­halb der ukrai­ni­schen Regie­rung, schlechte Vor­be­rei­tung auf den Krieg gegen Russ­land und unbe­frie­di­gende Ver­wal­tung der Armee. Butusow wird von über 400.000 Men­schen auf Face­book gelesen. Seine Posts auf dem sozia­len Netz­werk haben enormen Ein­fluss und lösen hitzige Dis­kus­sio­nen aus.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 59 Millionen

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