Pres­se­schau (28. März bis 10. April 2024)

Selen­skyjs Per­so­nal­wech­sel +++ Bislang schwers­ter Schlag gegen die ukrai­ni­sche Ener­gie­ver­sor­gung +++ Scha­dens­re­gis­ter in Den Haag für Ent­schä­di­gungs­an­träge geöffnet

Selen­skyjs Personalwechsel

Ende März trennte sich Wolo­dymyr Selen­skyj von einigen wich­ti­gen Per­so­nen aus seinem engsten Umfeld. Unter anderem entließ er seinen lang­jäh­ri­gen Freund und Geschäfts­part­ner Serhij Schefir, der in den letzten fünf Jahren als sein Berater tätig war. Auch Oleksij Danilow, lang­jäh­ri­ger Sekre­tär des Natio­na­len Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­ra­tes, und zwei Stell­ver­tre­ter von Andrij Jermak, Leiter des Prä­si­di­al­am­tes, wurden entlassen.

Über die Hin­ter­gründe des Wech­sels berich­tet die Ukra­jinska Prawda:

„Die For­de­rung nach einem Neu­an­fang in den ukrai­ni­schen Macht­or­ga­nen gibt es schon lange. Das zeigen Ergeb­nisse von Mei­nungs­um­fra­gen, in denen das Miss­trauen gegen­über vielen staat­li­chen Stellen das Ver­trauen bei Weitem übersteigt.

Eine kom­plette Neu­auf­stel­lung der Regie­rung ist nur durch Wahlen möglich, was unter dem Kriegs­recht unrea­lis­tisch ist. Der Prä­si­dent ver­sucht daher, per­so­nelle Ver­än­de­run­gen vor­zu­neh­men, die keine Volks­ab­stim­mung erfor­dern. Und die nach seinem Geschmack sind.

Die erste Etappe dieses Neu­an­fangs war der Wechsel in der Armee­füh­rung. [...] Nun zeigen die Neu­be­set­zun­gen im Natio­na­len Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­rat und im Aus­lands­ge­heim­dienst sehr deut­lich, dass die Erneue­rung der staat­li­chen Insti­tu­tio­nen weitergeht.

Unseren Quellen zufolge [...] hat der Prä­si­dent alle ent­las­se­nen Beamten Ende letzter Woche […] über die per­so­nel­len Ver­än­de­run­gen infor­miert. Selen­skyj traf sich mit vielen der heute ehe­ma­li­gen Team­mit­glie­dern und fragte sie, welche Posi­tio­nen sie [statt­des­sen] gern über­neh­men würden.“

Censor ist der Ansicht, dass die Ver­än­de­run­gen vor allem zuguns­ten des Prä­si­di­al­amts­lei­ters Andrij Jermak vor­ge­nom­men wurden.

„Der Abgang von Smirnow [ehe­ma­li­ger Stell­ver­tre­ter von Jermak] ist defi­ni­tiv ein wei­te­rer großer Sieg für den Leiter des Prä­si­di­al­am­tes und bedeu­tet eine Stär­kung seines Einflusses.

Darüber hinaus könnten dies nicht die letzten Wechsel unter den Stell­ver­tre­tern gewesen sein.

Gerüchte über per­so­nelle Ver­än­de­run­gen in der Bankowa-Straße gab es schon lange, aber während die Medien Anfang 2023 immer wieder ver­such­ten, uns davon zu über­zeu­gen, dass die USA den Rück­tritt von [dem viel kri­ti­sier­ten] Oleh Tatarow erzwin­gen würden, war Ende letzten Jahres häu­fi­ger von [dem Wirt­schafts­be­ra­ter] Ros­tys­law Schurma die Rede.

Aber weder der eine noch der andere wurde von dieser Welle erfasst. Vor allem wegen ihrer guten Bezie­hun­gen zum Präsidialamtsleiter.“

Forbes berich­tete bereits am 26. März über den neuen Sekre­tär des Natio­na­len Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­ra­tes (RNBO) Olek­sandr Lyt­wy­nenko und betonte, dass er schon 2009 den Ein­marsch Russ­lands in die Ukraine vor­her­ge­sagt habe:

„Im Jahr 2009 haben [Lyt­wy­nenko und der ehe­ma­lige RNBO-Leiter Wolo­dymyr Hor­bu­lin] gemein­sam einen pro­phe­ti­schen Artikel im Dser­kalo Tyschnja (Der Wochen­spie­gel) geschrieben.

Der Prä­si­dent der Rus­si­schen Föde­ra­tion Wla­di­mir Putin habe seit Beginn seiner Amts­zeit im Jahr 2000 auf die Restau­ra­tion des Auto­ri­ta­ris­mus gesetzt [...]. Die aggres­sive Politik des Kremls gegen­über der Ukraine sei nicht auf die Hand­lun­gen Kyjiws zurück­zu­füh­ren, sondern auf die Bedürf­nisse Russlands.

Russ­lands stra­te­gi­schen Ziele in Bezug auf die Ukraine seien wahr­schein­lich am 25. Dezem­ber 2008 auf einer geschlos­se­nen Sitzung des Sicher­heits­ra­tes und der Staats­duma der Rus­si­schen Föde­ra­tion for­mu­liert worden, schrie­ben die Autoren. [...]

Das ulti­ma­tive Ziel des Kremls sei die Drei­tei­lung der Ukraine: die Ein­glie­de­rung der süd­li­chen und öst­li­chen Regio­nen in die Rus­si­sche Föde­ra­tion, die Schaf­fung einer Mario­net­ten­re­gie­rung im Zentrum des Landes und die Abspal­tung der west­li­chen Regio­nen. Das wich­tigste Test­feld für die Politik des Kremls sei die Krim.

Wenn der wirt­schaft­li­che, poli­ti­sche und mediale Druck nicht funk­tio­niere, [...] könne die Anwen­dung direk­ter Gewalt durch Russ­land gegen die Ukraine nicht aus­ge­schlos­sen werden, so die Autoren.

‚Der Kreml ist sich bewusst, dass sich das his­to­ri­sche Fenster der Mög­lich­kei­ten für die Ukraine nach 2015 schlie­ßen könnte, wenn sich eine neue Gene­ra­tion ukrai­ni­scher Eliten her­aus­ge­bil­det hat … Deshalb wird die Offen­sive auf Kyjiw bereits in naher Zukunft statt­fin­den und ent­schlos­sen und rück­sichts­los sein‘, warnten Hor­bu­lin und Lyt­wy­nenko fünf Jahre vor 2014, vor der Beset­zung der Krim und dem Beginn des rus­sisch-ukrai­ni­schen Krieges.‘“

Bislang schwers­ter Schlag gegen die ukrai­ni­sche Energieversorgung

Am 22. und 29. März erlitt die Ukraine den schwers­ten Schlag gegen ihre Ener­gie­infra­struk­tur seit Kriegs­be­ginn. Ins­be­son­dere wurden fünf der sechs Kraft­werke des größten ukrai­ni­schen Strom­ver­sor­gers DTEK zer­stört. Das Kraft­werk Dni­pro­HES in Sapo­rischschja, das größte Was­ser­kraft­werk der Ukraine, wurde eben­falls zer­stört. In meh­re­ren Regio­nen kam es zu schwe­ren Stromausfällen.

Forbes erklärt, wie sich die rus­si­sche Taktik gegen­über den Angrif­fen auf die ukrai­ni­sche Infra­struk­tur Ende 2022 und Anfang 2023 ver­än­dert habe:

„Im ver­gan­ge­nen Winter griff Russ­land viele Ener­gie­an­la­gen im ganzen Land gleich­zei­tig an. Auf diese Weise hätte Russ­land ver­sucht, die gesamte Ukraine in einen lang­fris­ti­gen Black­out zu stürzen oder einen kom­plet­ten Zusam­men­bruch des Strom­sys­tems zu errei­chen, erklärt die Spre­che­rin des [staat­li­chen Ener­gie­ver­sor­gers] Ukren­erho.

Im Moment kon­zen­triert Russ­land seine Angriffe auf weniger Ziele, aber die Dichte und das Ausmaß des Beschus­ses sind viel größer. Ziel ist es, Regio­nen mit hohem Ener­gie­ver­brauch vom Strom­netz abzuschneiden.

Das sind vor allem die Indus­trie­zen­tren: die Regio­nen Charkiw, Odesa und Dnipro. Diese Stra­te­gie ermög­licht mehr Angriffe auf ein­zelne Anlagen als im letzten Jahr. Im letzten Winter flogen zwei bis drei Drohnen zu einem Kraft­werk, jetzt sind es 10 bis 20, so eine Regie­rungs­quelle gegen­über Forbes.

Aber auch die Mög­lich­kei­ten der Ukraine, sich zu ver­tei­di­gen und sich zu rege­ne­rie­ren, seien gestie­gen, ver­si­chert die Ukren­erho-Spre­che­rin. Die Ukraine verfüge über eine viel stär­kere Luft­ab­wehr als im letzten Jahr, viele Umspann­werke wurden mit drei­stu­fi­gen Ver­tei­di­gungs­an­la­gen aus­ge­stat­tet. Außer­dem verfüge Ukren­erho über Lager­be­stände, die ständig auf­ge­füllt werden, und die Spe­zia­lis­ten des Unter­neh­mens hätten gelernt, Repa­ra­tu­ren dreimal schnel­ler durch­zu­füh­ren als vor dem Krieg.“

Charkiw hat am meisten unter den jüngs­ten Luft­an­grif­fen gelit­ten. Die rus­si­schen Angriffe zer­stör­ten vor allem das wich­tigste Kraft­werk der Stadt, TEZ‑5. LIGA.net schätzt die Lage und die wei­te­ren Aus­sich­ten ein:

„[Bevor das Kraft­werk zer­stört wurde,] hatte der Bür­ger­meis­ter von Charkiw, Ihor Terechow, vor­ge­schla­gen, TEZ‑5 zu ver­staat­li­chen. Seiner Meinung nach gibt es nach dem Rake­ten­an­griff vom 22. März aber nichts mehr, was man ver­staat­li­chen könnte. [...]

Jetzt sucht der Staat nach Alter­na­ti­ven, um Charkiw in der nächs­ten Heiz­pe­ri­ode 2024 bis 2025 mit Wärme zu versorgen.

Der Vor­sit­zende des Ener­gie­aus­schus­ses der Wer­chowna Rada, Andrij Herus, erklärte gegen­über LIGA.net, dass das Ener­gie­de­fi­zit, das durch die Zer­stö­rung des Char­ki­wer TEZ‑5 und des Kraft­werks in Smi­jiwka [...] ent­ste­hen wird, kurz­fris­tig durch das Kern­kraft­werk in Chmel­nyz­kyj [sowie] Importe und Not­hil­fen aus EU-Ländern gedeckt werde.“

LB the­ma­ti­siert die Frage, wie die Ukraine massive Strom­aus­fälle ver­hin­dern kann, während die rus­si­sche Aggres­sion anhält. Eine der Ant­wor­ten sei der Aufbau eines dezen­tra­len Energiesystems:

„Seit Beginn der umfas­sen­den Inva­sion hat das Minis­ter­ka­bi­nett die Idee einer Dezen­tra­li­sie­rung des ukrai­ni­schen Ener­gie­sek­tors geför­dert. Das bedeu­tet den Bau von kleinen Strom­erzeu­gungs­an­la­gen in fast jeder Sied­lung. Auf diese Weise können die Pläne des Feindes, dem ganze Land ‚das Licht abzu­schal­ten‘, voll­stän­dig zer­stört werden.

Trans­kar­pa­tien zum Bei­spiel setzt auf Solar­ener­gie. Die regio­na­len Behör­den sind über­zeugt, dass die Region mit Hilfe von Solar­an­la­gen ener­gie­aut­ark werden kann. Rund 5.000 solcher Anlagen sind in der Region bereits in Betrieb. [...]

Auch in Krywyj Rih ist die Instal­la­tion von Solar­an­la­gen geplant. Bisher sollen jedoch nur soziale Ein­rich­tun­gen mit solchen Anlagen aus­ge­stat­tet werden. Außer­dem werden Mittel für den Kauf von Gene­ra­to­ren bereit­ge­stellt, was sicher­lich nur eine Über­gangs­lö­sung ist, da Krywyj Rih eine große und dicht besie­delte Indus­trie­re­gion mit hohem Strom­ver­brauch ist. [...]

Die Zeit, den Ener­gie­sek­tor zu dezen­tra­li­sie­ren und massive Strom­aus­fälle zu ver­hin­dern, wird knapp. Das Problem ist, dass der Ver­brauch an den ersten wirk­lich heißen Tagen, wenn die Tem­pe­ra­tu­ren über 30 Grad Celsius errei­chen werden, erheb­lich anstei­gen wird. Unter diesen Bedin­gun­gen ver­braucht die Ukraine im Sommer etwa die gleiche Menge Strom wie im Winter. Daher ist es sehr wahr­schein­lich, dass es im Juli und August zu Strom­aus­fäl­len kommen wird.“

Scha­dens­re­gis­ter in Den Haag für Ent­schä­di­gungs­an­träge geöffnet

Seit dem 2. April werden die durch die rus­si­sche Aggres­sion gegen­über der Ukraine ver­ur­sach­ten Schäden in einem inter­na­tio­na­len Regis­ter doku­men­tiert. Das Scha­dens­re­gis­ter in Den Haag ist Teil der inter­na­tio­na­len Bemü­hun­gen, Russ­land für seinen unpro­vo­zier­ten Angriffs­krieg zur Rechen­schaft zu ziehen. Ukrai­ni­sche Medien dis­ku­tie­ren, welche Bedeu­tung dieses Regis­ter für die ukrai­ni­sche Bevöl­ke­rung hat.

Der Vor­sit­zende des Rechts­aus­schus­ses der Wer­chowna Rada, Denys Maslow, erklärt gegen­über LB, was sich für Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner konkret ändert:

„Ab dem 2. April können die aus der ersten Kate­go­rie Scha­dens­er­satz bean­tra­gen: die­je­ni­gen, deren Immo­bi­lien – Woh­nun­gen, Pri­vat­häu­ser, andere Wohn­räume – infolge der rus­si­schen Aggres­sion zer­stört oder beschä­digt wurden.

Später können Ansprü­che für Schäden an Leben und Gesund­heit, Zwangs­um­sied­lung, Folter, sexu­elle Gewalt usw. geltend gemacht werden. Ins­ge­samt gibt es 41 Kate­go­rien für natür­li­che und juris­ti­sche Per­so­nen sowie für den ukrai­ni­schen Staat. [...]

Das Regis­ter­ko­mi­tee hat ver­sucht, mög­lichst viele Arten von Schäden zu erfassen.“

Von einer Ent­schä­di­gung durch Russ­land ist die Ukraine jedoch noch weit ent­fernt. Radio Swoboda berich­tet über Gerichts­ver­fah­ren gegen Russland:

„Nach Angaben des Open-Data-Pro­jekts ‚Open­da­ta­bot‘ haben Ukrai­ner [bisher] 397 Gerichts­ver­fah­ren wegen Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen gegen­über Russ­land gewon­nen. Gleich­zei­tig gibt es derzeit keinen Mecha­nis­mus zur tat­säch­li­chen Durch­set­zung dieser Ent­schei­dun­gen in der Ukraine. [...] Im Februar 2024 wurde bekannt, dass sich der Bedarf für den Wie­der­auf­bau der Ukraine bereits auf fast 486 Mil­li­ar­den US-Dollar beläuft. Das sind die Ergeb­nisse der dritten Scha­dens- und Bedarfs­ana­lyse […], die die ukrai­ni­sche Regie­rung gemein­sam mit der Welt­bank durch­ge­führt hat.“

 

Geför­dert durch:

Ukrai­ni­sche Medien

Die Online-Zeitung Ukra­jinska Prawda ver­öf­fent­licht als regie­rungs­kri­ti­sches Medium inves­ti­ga­tive Artikel und deckte auch Kor­rup­ti­ons­fälle inner­halb der ukrai­ni­schen Regie­rung auf. Sie zählt zu den meist­ge­nutz­ten Nach­rich­ten­por­ta­len der Ukraine.

Die Ukra­jinska Prawda wurde im Jahr 2000 vom ukrai­nisch-geor­gi­schen Jour­na­lis­ten Heorhij Gon­gadse gegrün­det, der im dar­auf­fol­gen­den Jahr – angeb­lich auf Ver­an­las­sung des dama­li­gen Prä­si­den­ten Leonid Kut­schma – ermor­det wurde. Die heutige Chef­re­dak­teu­rin ist die bekannte ukrai­nisch-krim­ta­ta­ri­sche Jour­na­lis­tin Sevgil Mus­aieva.

Im Mai 2021 ver­kaufte die dama­lige Eigen­tü­me­rin Olena Prytula 100 Prozent der Anteile an Dragon Capital, eine ukrai­ni­sche Invest­ment-Manage­ment-Gesell­schaft, die vom tsche­chi­schen Unter­neh­mer Tomáš Fiala gelei­tet wird.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 69,6 Millionen

Das Online-Nach­rich­ten­por­tal und ‑Fern­se­hen Hro­madske finan­ziert sich über Crowd­fun­ding bei seinen Lese­rin­nen und Lesern, Spenden, Werbung und über für andere Medien auf­ge­nom­mene Videos.

Hro­madske wurde als NGO mit dazu­ge­hö­ri­gen Online-Medien im Novem­ber 2013 mit Beginn des Euro­mai­dan gegrün­det. Die jetzige Chef­re­dak­teu­rin ist die ukrai­ni­sche Jour­na­lis­tin Jewhe­nija Motorewska, die sich zuvor mit dem Thema Kor­rup­tion in ukrai­ni­schen Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den befasst hat.

Die Wei­ter­ent­wick­lung von Hro­madske wird von einem Vor­stand vor­an­ge­trie­ben, der aus sieben pro­mi­nen­ten ukrai­ni­schen Per­sön­lich­kei­ten besteht, dar­un­ter Nobel­preis­trä­ge­rin Olek­san­dra Matwijtschuk.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 2,8 Millionen

Der ukrai­ni­sche Fern­seh­sen­der mit Online-Nach­rich­ten­por­tal, dessen Chef­re­dak­teu­rin die ukrai­ni­sche Jour­na­lis­tin Chry­styna Hawryl­juk ist, wird finan­zi­ell von der ukrai­ni­schen Regie­rung unter­stützt. In diesem Zusam­men­hang hat sich die Website einer aus­ge­wo­ge­nen Bericht­erstat­tung verpflichtet.

Das renom­mierte Insti­tute of Mass Infor­ma­tion führte Suspilne.Novyny im Sep­tem­ber 2021 auf der soge­nann­ten „weißen Liste“ ukrai­ni­scher Medien, die ein sehr hohes Niveau an zuver­läs­si­gen Infor­ma­tio­nen bieten.

Suspilne.Novyny wurde im Dezem­ber 2019 gegrün­det und gehört zur Natio­na­len öffent­li­chen Rund­funk­ge­sell­schaft der Ukraine. Im Januar 2015 war die zuvor staat­li­che Rund­funk­an­stalt ent­spre­chend euro­päi­schen Stan­dards in eine öffent­li­che Rund­funk­ge­sell­schaft umge­wan­delt worden.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 7,4 Millionen

NV ist eine Print- und Online-Zeit­schrift, deren Schwer­punkt auf Nach­rich­ten aus dem Ausland und der ukrai­ni­schen Politik liegt. Zu den Haupt­the­men zählen die inter­na­tio­nale Unter­stüt­zung der Ukraine, Kor­rup­tion sowie die künf­tige Ent­wick­lung des Landes. Die Online-Ausgabe ver­öf­fent­lich oft Artikel renom­mier­ter aus­län­di­scher Medien wie The Eco­no­mist, The New York Times, BBC und Deut­sche Welle. Die Zeit­schrift erscheint frei­tags als Druck­aus­gabe auf Ukrai­nisch, die Website ist auf Ukrai­nisch, Rus­sisch und Eng­lisch ver­füg­bar. NV gilt als eine der zuver­läs­sigs­ten Nach­rich­ten­quel­len in der Ukraine.

NV wurde im Jahr 2014 – ursprüng­lich unter dem Namen Nowjoe Wremja („Die neue Zeit“) – vom ukrai­ni­schen Jour­na­lis­ten Witalij Sytsch gegrün­det, der die Chef­re­dak­tion über­nahm. Zuvor arbei­tete Sytsch bei dem eben­falls popu­lä­ren Magazin Kor­re­spon­dent. Er verließ Kor­re­spon­dent, nachdem es an Serhij Kur­tschenko – einen Janu­ko­wytsch nahe­ste­hen­den Olig­ar­chen aus Charkiw – ver­kauft worden war. NV gehört zum Ver­lags­haus Media-DK, dessen Eigen­tü­mer der tsche­chi­sche Unter­neh­mer Tomáš Fiala ist.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 27,1 Millionen

Dser­kalo Tyschnja liefert Hin­ter­grund­be­richte und Ana­ly­sen; das The­men­spek­trum umfasst poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che, soziale und kul­tu­relle Themen. Die Zeitung betrach­tet die ukrai­ni­sche Politik und deren Akteure in einem inter­na­tio­na­len Zusam­men­hang. Dser­kalo Tyschnja steht auf der „weißen Liste“ ukrai­ni­scher Medien, die zuver­läs­sige Infor­ma­tio­nen liefern.

Dser­kalo Tyschnja ist eine der ältes­ten ukrai­ni­schen Zei­tun­gen und erschien zuerst 1994. Seit 2020 ist die Zeitung nur noch online ver­füg­bar: auf Ukrai­nisch, Rus­sisch und Eng­lisch. Chef­re­dak­teu­rin ist die bekannte ukrai­ni­sche Jour­na­lis­tin Julija Mostowa, Ehefrau des ehe­ma­li­gen ukrai­ni­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters Ana­to­lij Hrysenko.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 4,7 Millionen

Das ukrai­ni­sche Online-Magazin Babel wurde im Sep­tem­ber 2018 gegrün­det. Das The­men­spek­trum umfasst soziale und poli­ti­sche Themen; beson­de­res Augen­merk gilt aber auch Nach­rich­ten aus der Wis­sen­schaft und über neue Technologien.

Nach dem 24. Februar 2022 wurde die zuvor eben­falls ange­bo­tene rus­si­sche Version der Website geschlos­sen. Statt­des­sen wird nun eine eng­li­sche Version ange­bo­ten. Babel finan­ziert sich über Spenden. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter von Babel enga­gie­ren sich in zahl­rei­chen Pro­jek­ten, die darauf abzie­len, die ukrai­ni­schen Streit­kräfte während des Krieges zu unterstützen.

Die Eigen­tü­mer des Online-Maga­zins sind der erste Chef­re­dak­teur Hlib Husjew, Kateryna Kober­nyk und das slo­wa­ki­sche Unter­neh­men IG GmbH.

Heute ist die ukrai­ni­sche Jour­na­listin Kateryna Kober­nyk Chef­re­dak­teurin von Babel.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 1,1 Millionen

Das Online-Magazin LB gehört zum Hor­schenin-Insti­tut, einer ukrai­ni­schen Denk­fa­brik, die sich mit poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Pro­zes­sen in der Ukraine und der Welt beschäf­tigt. LB hat sich auf Inter­views spe­zia­li­siert; häufige Themen sind die ukrai­ni­sche Innen- und inter­na­tio­nale Politik sowie soziale Fragen in der Ukraine.

LB wurde im Juni 2009 unter dem Namen Liwyj Bereh gegrün­det, Chef­re­dak­teu­rin Sonja Kosch­kina hat seit 2018 einen eigenen Youtube-Kanal „Kish­kiNA“, auf dem sie Inter­views mit ver­schie­de­nen Per­so­nen veröffentlicht.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 2 Millionen

Im Fokus des ukrai­ni­schen im Jahr 2000 gegrün­de­ten Online-Nach­rich­ten­por­tals LIGA stehen wirt­schaft­li­che, poli­ti­sche und soziale Themen. Seit 2020 steht LIGA auf der „weißen Liste“ ukrai­ni­scher Medien, die stets präzise Infor­ma­tio­nen und zuver­läs­sige Nach­rich­ten anbieten.

Chef­re­dak­teu­rin ist die ukrai­ni­sche Jour­na­lis­tin Julija Bankowa, die davor eine lei­tende Posi­tion bei dem Online-Magazin Hro­madske hatte.

Der Eigen­tü­mer des Nach­rich­ten­por­tals ist die ukrai­ni­sche unab­hän­gige Media­hol­ding Liga­me­dia, deren Geschäfts­füh­rer Dmytro Bon­da­renko ist.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 8,5 Millionen

Censor prä­sen­tiert sich als Website mit „emo­tio­na­len Nach­rich­ten“. Der Fokus liegt vor allem auf innen­po­li­ti­schen Ent­wick­lun­gen. Seit dem rus­si­schen Über­fall auf die Ukraine sind viele Bei­träge den Ereig­nis­sen an der Front und den ukrai­ni­schen Streit­kräf­ten gewid­met. Censor ist auf drei Spra­chen ver­füg­bar: Ukrai­nisch, Rus­sisch und Englisch.

Das Nach­rich­ten­por­tal Censor wurde 2004 vom bekann­ten ukrai­ni­schen Jour­na­lis­ten Jurij Butusow gegrün­det und zählt zu den popu­lärs­ten Nach­rich­ten­sei­ten des Landes. Butusow gilt als schar­fer Kri­ti­ker von Prä­si­dent Selen­skyj. Er erhebt schwere Vor­würfe in Bezug auf Kor­rup­tion inner­halb der ukrai­ni­schen Regie­rung, schlechte Vor­be­rei­tung auf den Krieg gegen Russ­land und unbe­frie­di­gende Ver­wal­tung der Armee. Butusow wird von über 400.000 Men­schen auf Face­book gelesen. Seine Posts auf dem sozia­len Netz­werk haben enormen Ein­fluss und lösen hitzige Dis­kus­sio­nen aus.

Aufrufe der Website im Mai 2023: 59 Millionen

News­let­ter bestellen

Tragen Sie sich in unseren News­let­ter ein und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Mit unseren Daten­schutz­be­stim­mun­gen erklä­ren Sie sich einverstanden.